Nominierte 2026
Die Nominierten für den Sächsischen Bürgerpreis 2026
Kategorie »Miteinander stärken – Land gestalten« (Demokratie)
Vereinsvorsitzender ProGraupa e. V.
Gernot Heerde engagiert sich seit mehr als 40 Jahren ehrenamtlich für Graupa. Er wirkte in mehreren Gremien und Vereinen mit und war seit 2020 Ortsvorsteher für die eingemeindete Ortschaft. Bis 2024 war er Stadtrat in Pirna. Frühzeitig erkannte er die Notwendigkeit eines Dachvereins für die kulturellen und sozialen Belange Graupas und initiierte dessen Gründung. Seit 2003 ist er der Vorsitzende von Pro Graupa e. V. mit seinen Abteilungen Festkomitee, Richard-Wagner-Spiele, Seniorentreff, Sternwarte und Heimatpflege.
Langjähriges außergewöhnliches Engagement
Herr Klotzsche engagierte sich über 30 Jahre in der Kommunalpolitik und übernahm als stellvertretender ehrenamtlicher Bürgermeister sowie als Fraktionsvorsitzender Verantwortung für seine Gemeinde. Darüber hinaus prägt er seit Jahrzehnten das gesellschaftliche und kirchliche Leben in Langenhennersdorf. Er organisiert das Ortsfest mit, engagiert sich im Karnevalsclub und im Kirchenvorstand und setzte sich maßgeblich für die Sanierung des Pfarrteiches ein. Auch im Ruhestand bringt er seine Erfahrung weiterhin aktiv in das Gemeindeleben ein.
Gemeinderat
Maik Günther ist seit 2004 Mitglied des Gemeinderates der Gemeinde Gohrisch und als 1. Stellvertreter des ehrenamtlichen Bürgermeisters tätig. Im Gemeinderat ist er Mitglied im Technischen bzw. Verwaltungsausschuss, außerdem im Gemeinschaftsausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Königstein. Zusätzlich kümmert er sich darum, den Kleinhennersdorfer Feuerlöschteich in Ordnung zu halten und unterstützt damit die Freiwillige Feuerwehr und den Bauhof der Gemeinde Gohrisch.
Kreative Mitmachwerkstatt für Gemeinschaft, Innovation und Ehrenamt
Mit großem ehrenamtlichem Engagement hat der Verein Lößnitz MAKERS – #diemacherei e. V. einen offenen Begegnungs- und Mitmachort geschaffen, der Menschen aller Generationen zusammenbringt. Mit Workshops, kulturellen Veranstaltungen und kreativen Projekten stärkt der Verein den gesellschaftlichen Zusammenhalt, fördert Eigeninitiative und bereichert das Leben im ländlichen Raum. So entstehen neue Ideen, lebendige Gemeinschaft und ein aktives Miteinander vor Ort.
Ein Leben für das Ehrenamt
Enrico Fitzner engagiert sich seit Jahrzehnten in zahlreichen Vereinen für das Gemeinwohl. Ein Schwerpunkt ist die Kleintierzüchtung. Seit 26 Jahren ist er kommunalpolitisch aktiv. Er übernahm Mandate als Gemeinde- und Ortschaftsrat, als Stadt- und Kreisrat. Er engagiert sich für den Naturschutz, die Jagd und die Freiwillige Feuerwehr.
Engagement für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Pfarrer Andreas Vödisch rief für den Stadtteil Haselbrunn eine Initiative aus mehreren Akteuren des Stadtteils ins Leben, die mit Aktionen wie der »Haselbrunner Filmnacht« Menschen zusammenbringt und Gesprächsangebote macht. In der Markuskirche wurde ein Kinder- und Jugendzentrum eingerichtet, das sich insbesondere an Jugendliche richtet, die mit der Partei »III.Weg« sympathisieren. Mit der »Villa am Postplatz« entstand im Zentrum der Stadt ein Begegnungsort. Aktuell organisiert Pfarrer Vödisch unter dem Titel »Dialogtreff« ein Gesprächangebot zu gesellschaftlich relevanten Themen.
Ort der Begegnung – Rundkirche »Zum Friedefürsten«
Gabriele Tittmann ist die treibende Kraft und das Herz der ehrenamtlichen Aufsicht in der Rundkirche »Zum Friedensfürsten«. Insgesamt zehn Seniorinnen und Senioren ermöglichen die Öffnung der Kirche und vermitteln Interessierten Wissenswertes über die Kirche und die Gemeinde Klingenthal. Die Kirche ist damit nicht nur ein geistlicher Mittelpunkt sondern auch ein Anlaufort für Besucher der Stadt und Touristen.
Vorsitzender des Frankenberger Partnerschaftsvereins e. V.
Der Frankenberger Partnerschaftsverein widmet sich der Pflege der Städtepartnerschaften mit Frankenberg (Eder) und Strzelin in Polen. Er organisiert Freundschaftsbesuche, Schüleraustausche und kulturelle Kontakte. Peter Böhnisch war viele Jahre Beigeordneter des Bürgermeisters, außerdem 26 Jahre Abteilungsleiter Leichtathletik beim SV Turbine 1948 Frankenberg. Seit seiner Pensionierung ist er Vorsitzender des Partnerschaftsvereins und ist damit hauptverantwortlich für das interne Vereinsleben und die Austauschprojekte. Er pflegt die Kontakte zu den Vertretern der Partnerschaftskommunen und ist immer zur Stelle, wenn Rat und Unterstützung gebraucht werden.
Außergewöhnliches Engagement zur Willensbildung im demokratischen Miteinander
Uwe Lachmann ist selbstständiger Unternehmer und seit drei Wahlperioden Gemeinderat. Einige Jahre war er als stellvertretender Bürgermeister tätig. Er ist seit 40 Jahren Mitglied in der SG Holzhau und dort für das Training von Kindern und Jugendlichen zuständig; seit 2004 ist er Vorstandsvorsitzender des Sportvereins. Er engagiert sich für die dörflichen Belange und die Region und ist vielen ein guter Ratgeber.
Soziales und kulturelles Engagement sowie Förderung der Wirtschaft in der Region Riesa
Kurt Hähnichen engagiert sich seit vielen Jahrzehnten in unterschiedlichen Funktionen und Bereichen für die Entwicklung der Stadt und die Erhöhung der Lebensqualität. Von 1995 bis 2016 war er Kreishandwerksmeister, bis 2025 Präsident des Handels-, Gewerbe- und Verkehrsvereins. Seit 2000 ist er Sprecher des Vereinigten Wirtschaftsforums der Region Riesa, seit 2004 Stadtrat sowie aktives Mitglied in weiteren Vereinen. Neben der wirtschaftlichen Entwicklung liegen ihm auch kulturelle und soziale Themen am Herzen. So ist er Initiator und maßgeblicher Organisator der Riesaer Sommerbühne.
Langjähriges Engagement bei sozialen Trägern und Kommunalvertretungen
Bianca Erdmann-Reusch ist seit vielen Jahren die Vorsitzende des Radebeuler Ortsverbandes des Deutschen Kinderschutzbundes. In dieser Rolle unterstützt sie mit ihrem Team Kinder und Familien in Radebeul. Seit 2014 ist sie Stadträtin in Radebeul und im Rat Mitglied des Bildungs-, Kultur- und Sozialausschusses. Im Kreisrat des Landkreises Meißen ist sie Mitglied im Sozialausschuss. Sie engagiert sich seit ihrer Jugend politisch und möchte zeigen, dass die Übernahme kommunaler Mandate wichtig für die Demokratie ist und Möglichkeiten bietet, die Lebenssituation und das Miteinander der Bürgerinnen und Bürger positiv zu beeinflussen.
Europäische Bildungsarbeit, Eingagementförderung & Beteiligung junger Menschen
Annika Fleischer vermittelt europäische und demokratische Bildung und möchte junge Menschen zum Einsatz für Demokratie und ein einiges Europa motivieren. Sie konzipiert, koordiniert und leitet verschiedene Bildungsformate wie Planspiele, Workshops, Bürgerdialoge, Europafeste und Jugendbegegnungen. Seit 2024 ist sie Landesvorsitzende der Jungen Europäischen Föderalist:innen. Sie übt diese Funktion ehrenamtlich neben ihrer Tätigkeit als Referendarin im sächsischen Schuldienst aus.
E-Rolli-Fußball: Inklusion in Bewegung
Die E-Rollstuhl-Fußballmannschaften »Power lions« und »Power cats« des SV Motor Dresden-Mickten ermöglichen Menschen mit schweren oder mehrfachen Behinderungen die aktive Teilhabe am Mannschaftssport. Neben Selbstbestimmung und Sichtbarkeit befördert der gemeinsame Sport Gemeinschaft. Die beiden Teams nehmen am Wettkampfbetrieb teil und prägen inzwischen den Powerchair-Football in Deutschland wesentlich mit; (ja,) sie gelten als seine Wegbereiter. Die »Power lions« konnten in den letzten beiden Jahren die deutsche Meisterschaft gewinnen und entsenden auch Spieler in die Nationalmannschaft.
StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt Dresden
StoP gibt es seit 2017 in der Dresdner Neustadt mit einer aktiven Nachbarschaftsgruppe. Das Projekt setzt sich mit Aufklärungsarbeit und Nachbarschaftshilfe gegen Gewalt in Partnerschaften ein. Es wird direkt und präventiv gearbeitet, um Gewalt gegen Frauen zu verhindern. Angebote wie Nachbarschaftstreffen, ein Buchclub, Workshops oder ein Audiowalk sollen dazu beitragen, Gewalt im Viertel zu erkennen und die Handlungskompetenz dagegen zu stärken. Betroffene können damit besser in ihrem sozialen Umfeld unterstützt werden.
Ehrenamtliches sozialpolitisches Engagement in der Kommune
Der Einsatz für sozial- und gesundheitspolitische Themen von Dr. Rotraut Sawatzki begann 1990 als Stadtverordnete. Sie setzte sich damals u. a. für die Aufnahme in das WHO-Projekt »Gesunde Städte« ein, die 1992 gelang. Sie ist aktiv in der Landesseniorenvertretung für Sachsen und im Seniorenbeirat der Landeshauptstadt Dresden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sorge für an Demenz erkrankte Menschen. Bei ihrem Einsatz stützt sie sich auf ein in Jahrzehnten aufgebautes Netzwerk, mit dem sie innovative Ideen erfolgreich umsetzen kann.
Antirassistische Bildungsarbeit
Junge Menschen mit und ohne Fluchterfahrung gründeten 2019 den Verein »Zeugen der Flucht«, um Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne solche Erfahrungen zu schaffen und an Debatten über Migration, Flucht und Asyl teilzunehmen. Vorurteile gegen Geflüchtete sollen abgebaut, die Vielfalt von Fluchtbiografien sichtbar gemacht werden. Der Verein bietet Workshops zu diesen Themen an, vor allem für jüngere Menschen.
Tätigkeit als Stadtrat und Einsatz für das Kamenzer Forstfest
Das Kamenzer Forstfest findet seit 300 Jahren statt und wurde 2021 von der Kulturministerkonferenz in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Volker Schmidt ist Vorsitzender des Fördervereins Forstfest und wirkt in dieser Funktion wesentlich bei der Organisation und Durchführung mit. Der Verein achtet darauf, dass die traditionelle Gestalt und die überlieferten Inhalte bewahrt werden. Herr Schmidt ist außerdem seit 2009 als Stadtrat für die Interessen der Stadt und die Interessen der Bürgerinnen und Bürger aktiv.
Förderung eines generationenübergreifenden bürgerschaftlichen Stadtlebens
Die Stadtwerkstatt ist als soziokulturelles Zentrum und als Plattform für Bürgerbeteiligung aktiv. Es werden Diskussionen, Vorträge und Workshops organisiert. Außerdem gibt es Angebote für Kinder und Jugendliche. Dabei werden unterschiedliche Lebenswelten und Generationen zusammengebracht; Probleme und Zukunftsfragen der Stadt werden diskutiert.
Miteinander für den Ort
Gemeinsam mit der Interessengemeinschaft »Heide-Team« kümmert sich Thomas Mansfeld um die Entwicklung und den sozialen Zusammenhalt im Ortsteil Wiednitz. Mit konkreten Aktionen wird die Lebensqualität im Ort verbessert: Sauberhaltung durch Müllspaziergänge, Arbeitseinsätze zur Ortsverschönerung oder zum Erhalt geschichtlich wichtiger Orte. Außerdem werden ortsgeschichtliche Rundgänge, Verkehrsteilnehmerschulungen und ein Dorfkino organisiert. Weitere Aktivitäten gibt es zugunsten des Umwelt- und Naturschutzes.
Sanierung und Erhalt des Dorfgemeinschaftshauses »Kulturhaus Sollschwitz«
Die Sollschwitzer Elsterjugend erhält und betreibt gemeinsam mit dem Ortschaftsrat und dem Dorfclub Sollschwitz das Dorfgemeinschaftshaus. Da kein neuer Betreiber der Gaststätte gefunden werden konnte, drohte Leerstand und der Verlust eines lebendigen Dorfzentrums. Wesentlicher Bestandteil des Projektes ist die energetische Sanierung und nachhaltige Instandhaltung des Gebäudes. Das »Kulturhaus Sollschwitz« dient als Ort der Begegnung. Dort sind Vereine aktiv, Traditionen werden gepflegt und Veranstaltungen organisiert.
Vorsitzender des VfB Lengenfeld 1908 und Stadtrat
Jürgen Frank ist seit Jahrzehnten die prägende Persönlichkeit des VfB Lengenfeld 1908. Er ist seit 1962 Mitglied des Vereins und hat als langjähriger Vorsitzender dessen Entwicklung maßgeblich vorangetrieben. Besonders hat er sich für den Kinder- und Jugendsport und die Inklusion von Menschen mit Behinderungen eingesetzt. Seit 2004 ist Herr Frank zudem als Stadtrat tätig, wo er für die Stadt, die Vereine und die Bürgerinnen und Bürger eintritt.
Kategorie »Menschen helfen – Gemeinsinn stiften« (Menschen)
30 Jahre Gemeindewehrleiter, 50 Jahre Freiwillige Feuerwehr
Matthias Machatz engagiert sich seit 1970 in der Freiwilligen Feuerwehr. Von 1991 bis 2026 war er Wehrleiter der Ortsfeuerwehr und von 1996 bis 2026 Gemeindewehrleiter der drei Ortsfeuerwehren der Gemeinde Dennheritz. Die Freiwilligen Feuerwehren in den Orten verzeichnen einen enormen Mitgliederzuwachs. Die Förderung der Kinder- und Jugendfeuerwehr ist dabei ein zentraler Bestandteil. Als Vorsitzender des Feuerwehrvereins organisiert er zahlreiche Veranstaltungen und trägt so maßgeblich zum gesellschaftlichen Leben in der Gemeinde bei. Darüber hinaus unterstützte er den Landkreis Zwickau 23 Jahre als stellvertretender Kreisbrandmeister und Mitglied der Technischen Einsatzleitung.
Seniorenbetreuung und soziales Engagement
Gisela Hanitzsch engagiert sich seit 26 Jahren im Besuchsdienst ihrer Gemeinde und organisiert monatlich den den Frauengesprächskreis. Im Rahmen des Dorfwettbewerbs »Unser Dorf hat Zukunft« initiierte sie das Seniorenweihnachtsfest für die vier Ortsteile und übernimmt bis heute dessen Organisation. Mit Blumenschmuck und saisonalen Dekorationen an verschiedenen Orten im Dorf trägt sie zur Gestaltung gepflegten Erscheinungsbild der Gemeinde bei.
Klöppelkurse für Jung und Alt
Christina Holzmüller engagiert sich seit über 30 Jahren für die Pflege und Weitergabe der erzgebirgischen Klöppeltradition. Sie gründete Klöppelgruppen in Torgau, Oschatz und Langreichenbach und organisiert Ausstellungen, bei denen sie die Kunst des Klöppelns einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht. Als Mitglied des Kenntmann-Vereins in Torgau beteiligt sie sich mit den Ortsgruppen an Ausstellungen in Krankenhäusern, Volkshochschulen und im Hospiz Torgau. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Weitergabe ihrer Kenntnisse an die junge Generation durch Kursnachmittage an Schulen im Rahmen von Ganztagsangeboten.
Netzwerk Landkreis Leipzig inklusiv e. V.
Gerd Langner engagiert sich seit 2022 im Vorstand des Netzwerk Landkreis Leipzig inklusiv e. V. für die Förderung von Inklusion und die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Als stellvertretender Schulleiter der Waldschule Grimma, einer Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, bringt er seine fachliche Expertise insbesondere im Bereich Bildung ein. Darüber hinaus organisiert er inklusive Sport- und Netzwerkveranstaltungen und stärkt damit den Austausch zwischen Betroffenen, Einrichtungen und der Öffentlichkeit. Er wirkte maßgeblich an der Erarbeitung des Kommunalen Aktionsplans des Landkreises Leipzig mit und setzt sich für dessen Umsetzung ein. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Vertretung der Interessen von Menschen mit Behinderungen gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.
Familiäre Bereitschaftspflege und Dauerpflege
Cornelia und Horst Wöckel nehmen seit 14 Jahren Kinder als Pflegefamilie auf. Inzwischen haben sie bereits über 100 Kinder vorübergehend als Bereitschaftspflege betreut, eines davon ist als in der Dauerpflege bei der Familie geblieben. Die Kinder erfordern ein hohes Maß an Zuwendung, bringen oft seelische oder körperliche Schäden mit. Neben zahlreichen Arztbesuchen ist der Umgang mit den leiblichen Eltern zu organisieren und der Kontakt zum Jugendamt zu halten. Eigene Interessen müssen oft hintenangestellt werden.
Gemeinsam gegen Krebs
Das Tanzprojekt »Keen on Rhythm« Erzgebirge e. V. engagiert sich für die Gesundheitsförderung im Erzgebirgskreis und für die Kinder- und Jugendarbeit. Neben Tanz- und Trainingsangeboten organisiert der Verein ein Zumba-Spendenmarathon. Die eingeworbenen Spenden dienen der Krebsvorsorge und einer örtlichen Selbsthilfegruppe. Mit Auftritten auf Veranstaltungen berreichert »Keen on Rhythm« das kulturelle Leben im Erzgebirge. Der Verein erreicht mit seinen Angeboten Menschen unterschiedlicher Generationen und schafft Räume für Begegnung, Bewegung und Gemeinschaft.
Spendenflohmarkt, Trauer-Selbsthilfegruppe und Regenbogenhaus
Anja Gürtler organisierte bereits sieben Spendenflohmärkte, deren Erlöse benachteiligten Kindern und Jugendlichen sowie kulturellen und sozialen Einrichtungen zugute kommen. 2014 gründete sie mit ihren Eltern eine Trauer-Selbsthilfegruppe für Angehörige von Menschen, die Suizid begangen haben. Sie schufen einen geschützten Raum zum Trauern, Austausch und Zusammensein für die Betroffenen. Des Weiteren ist sie im Vorstand des Regenbogenhaus e. V., ein Kinderheim, das gerade 100 Jahre alt geworden ist. Aus diesem Anlass organisierte sie aus Spendengeldern ein Kinderfest.
Gemeinsam im Vogtland – Alltagshilfen für Senioren
Die Seniorengemeinschaft unterstützt ältere Menschen, möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Zuhause und vertrautem Wohnumfeld zu führen. Geleistet werden alltagsnahe Dienstleistungen für Mitglieder mit und ohne Pflegegrad. 21 engagierte Helferinnen und Helfer stehen zur Verfügung. Der Verein organisiert Veranstaltungen, die eine Teilhabe am gesellschaftlichem Leben ermöglichen und der Einsamkeit im Alter entgegenwirken. Des Weiteren wird seit 2023 eine Demenzberatung angeboten.
Langjährige engagierte ehrenamtliche Tätigkeit für das Gemeinwohl
Ullrich Meyer engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich als Leiter einer christlichen Gemeinde sowie in verschiedenen kommunalen Vereinen und Initiativen, unter anderem im Verein LOS geht's e. V. und in der Partnerschaft für Demokratie Limbach-Oberfrohna. Sein Engagement gilt der Stärkung des Gemeinwohls und des gesellschaftlichen Zusammenhalts in der Stadt. Dabei setzt er sich dafür ein, Menschen generationenübergreifend miteinander in Kontakt zu bringen. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Themen Einsamkeit, Ausgrenzung und gesellschaftliche Teilhabe. Mit dem von ihm initiierten Projekt »Gemeinsam statt einsam« leistet er einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Miteinanders in der Gemeinschaft.
Langjähriges Engagement bei der Volkssolidarität
Heike Richter ist seit vielen Jahren als Vorsitzende der Ortsgruppe Limbach-Oberfrohna der Volkssolidarität ehrenamtlich tätig. Sie begleitete die Zusammenführung der Ortsgruppen und prägte die Begegnungsstätte am Wasserturm maßgeblich. Gemeinsam mit ihrem Team organisiert sie für rund 130 Mitglieder ein abwechslungsreiches Programm mit Seniorennachmittagen, Ausfahrten und Badefahrten. Darüber hinaus besucht sie kranke Mitglieder und gratuliert zu Jubiläen persönlich.
Beratung der Pilzsucher, Unterstützung der Ärzte bei Pilzvergiftungen
Der Pilzberater Südwestsachsen e. V. engagiert sich mit rund 80 ehrenamtlichen Pilzberaterinnen und Pilzberatern für die Sicherheit von Pilzsammlern. Sie bestimmen gesammelte Pilze, beraten Ratsuchende bei Funden und helfen, giftige oder ungenießbare Arten sicher auszusortieren. Darüber hinaus geben sie ihr Fachwissen bei Wanderungen und Ausstellungen weiter. Im Falle einer Pilzvergiftung unterstützen sie über die Giftinformationszentrale die behandelnden Krankenhäuser.
Ehrenamtliche Integrationshelferin
keine Projektbeschreibung gesendet
Seniorencafé Clennen
Annemarie Stiller führt seit ihrem Eintritt in den Ruhestand ehrenamtlich das Seniorencafé in Clennen. In den vergangenen zehn Jahren hat sie das Angebot aufgebaut und kontinuierlich weiterentwickelt. Das monatlich stattfindende Seniorencafé bietet rund 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit zu Begegnung, Austausch und gemeinsamer Zeit. Ergänzt wird das Angebot durch besondere Veranstaltungen wie ein jährliches Sommergrillen, gemeinsame Ausflüge und weitere Aktivitäten.
Kulturvermittler, Brückenbauer und Fels in der Brandung
Siegfried Bretsch engagiert sich in vielfältiger Weise ehrenamtlich in Leisnig und den Ortsteilen. Als Organist begleitet er regelmäßig kirchliche Veranstaltungen und unterstützt die Pflege sowie Weiterentwicklung kirchlicher Strukturen. Mit hoher Fachkenntnis vermittelt er die Bedeutung der Leisniger Kastenordnung und macht das historische Erbe der Stadt durch Führungen, Workshops und Vorträge für verschiedene Generationen erlebbar. Darüber hinaus ist er als Notfallseelsorger tätig, engagiert sich im Leisniger Geschichts- und Heimatverein und wirkt im Posaunenchor sowie an der Vereinszeitung »Neuer Mildensteiner Erzähler« mit.
Gemeinsam aktiv für die Belange älterer Menschen – 25 Jahre Seniorenvertretung Meißen
Die Seniorenvertretung der Stadt Meißen setzt sich als Sprachrohr für die Interessen älterer Menschen ein. Die 22 Mitglieder arbeiten in verschiedenen Arbeitsgruppen an Themen wie Sicherheit im öffentlichen Raum, Mobilität und Erhalt von Wanderwegen. Durch die Zusammenarbeit mit Schulen fördert sie den Austausch zwischen den Generationen und unterstützt ältere Menschen im Umgang mit modernen Medien. Mit Veranstaltungen wie Seniorentagen und Weihnachtsfeiern ist die Seniorenvertretung eine wichtige Anlaufstelle und ein fester Bestandteil des öffentlichen Lebens in Meißen.
Frauen mit Migrationshintergrund das Fahrradfahren beibringen
Die Initiative »Lila Lenker« unterstützt Frauen jeden Alters dabei, kostenlos das Fahrradfahren zu erlernen und mehr Mobilität im Alltag zu gewinnen. Von April bis Oktober bietet das ehrenamtliche Team Trainings auf dem Parkdeck des Alleecenters Leipzig an und hilft bei Bedarf auch bei der Beschaffung von Fahrrädern und Helmen. Eine Kinderbetreuung vor Ort ermöglicht die Teilnahme unabhängig von familiären Verpflichtungen.
Südcafé Leipzig – Ein Begnungsort im Leipziger Süden
Das Südcafé ist ein integrativer Begegnungsort im Leipziger Süden. Es wurde vor 11 Jahren als Reaktion auf den großen Zustrom von Flüchtlingen in die Stadt gegründet und hat sich seitdem als fester Begegnungsort im Quartier über die Kirchgemeinde hinaus etabliert. Es kommen jeden Dienstag und Donnerstag um die 60 Menschen, die neu hinzugezogen sind oder schon länger in Leipzig leben. Dabei steht das Erlernen der deutschen Sprache wie auch Hilfe in alltagspraktischen Dingen eine Rolle. Bermerkenswert ist die soziale Durchmischnung und kulturelle Vielfalt im Café. Die Organisation wird durch eine Projektkoordinatorin und Bundesfreiwillige getragen, der Betrieb durch etwa 40 Ehrenamtliche unterstützt.
Außergewöhnliches Engagement bei den Power Lions
Danil Olekh spielt seit sechs Jahren im Team der Power Lions und hat sich mit seinen 18 Jahren zu einem wichtigen Leistungsträger entwickelt. Im vergangenen Jahr trug er maßgeblich zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Rollstuhlfußball bei. Neben seiner Rolle als Spieler unterstützt er das Team bei der Vorbereitung von Spielstrategien, Spielzügen und Trainingseinheiten. Darüber hinaus setzt er sich für die Sichtbarkeit des Rollstuhlfußballs ein und wirkt bei Schulprojekten, Sportveranstaltungen und öffentlichen Aktionen mit.
Langjährige Vorsitzende des Vereins Asociación Iberoamericana e. V.
Mercedes Moraiz setzt sich für Menschen mit Migrationsgeschichte und insbesondere für Frauen aus Iberoamerika und Lateinamerika ein. Als Vorsitzende des Iberoamerikanischen Kulturvereins organisiert sie Sprachreisen, kulturelle Veranstaltungen sowie Informationsangebote zu Politik, Ökologie und Wirtschaft der Region. Seit 2022 wirkt sie maßgeblich an der Durchführung des Lateinamerikanischen Kulturfestivals mit. Darüber hinaus engagiert sie sich in der feministischen Vereinigung Abya Yala, in der Frauen aus Iberoamerika zusammenkommen.
Kunst, Kultur Vielfalt für Alle
Der Verein ColumbaPalumbus e. V. engagiert sich seit 2012 für inklusive Kunst- und Kulturangebote in Dresden, Pirna und im Landkreis Meißen. In mittlerweile zwölf Projekten kommen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung aller Altersgruppen zusammen und erleben gemeinsam kreative Momente. Angeboten werden Workshops in den Bereichen Tanz, Theater, Musik und bildnerisches Gestalten sowie Kreativcamps, Kulturferienlager und eine regelmäßige »Disko für Alle«.
Erste Hilfe Kurse für die Seele
Der Verein AufeinanderAchten e. V. engagiert sich für die Aufklärung über psychische Gesundheit und vermittelt mit seinen »Erste-Hilfe-Kursen für die Seele« Wissen und Handlungskompetenzen im Umgang mit psychischen Belastungen. Die kostenlosen und niedrigschwelligen Angebote richten sich an Erwachsene sowie gezielt an Schülerinnen und Schüler. Dabei unterstützt der Verein, Unsicherheiten im Umgang mit psychisch belasteten Menschen abzubauen, Vorurteile zu reduzieren und die eigene mentale Gesundheit zu stärken. Durch Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung und die Zusammenarbeit in Fachbündnissen leistet AufeinanderAchten e. V. einen wichtigen Beitrag zum Umgang mit psychischer Gesundheit.
Jahrzehntelanges Engagement im Tennissport und Berater in allen Sportangelegenheiten
Peter Gorka engagiert sich bereits sein gesamtes Leben ehrenamtlichals Stützpunkttrainer, Hochschulsportlehrer sowie Sportverantwortlicher im Freistaat Sachsen für den Sport. Als langjähriger Präsident und heutiger Ehrenpräsident des TC Blau-Weiß Dresden Blasewitz e. V. prägte er die Entwicklung des Vereins und des Tennissports maßgeblich. Mit dem von ihm initiierten »Leos Mini Cup« begeistert er jährlich mehrere tausend Kinder aus Dresdner Kindertagesstätten für Bewegung und Sport. Auch heute unterstützt er die Landeshauptstadt Dresden mit hohem Fachwissen in allen Gebieten des Sports.
Vorstandsvorsitzende Kinder- und Elternzentrum »Kolibri« e. V.
Halyna Yefremova gründete 2009 den Verein Kolibri e. V. und schuf damit einen multikurellen Begegnungsort für kulturelle Bildung, Begegnung und gesellschaftliche Teilhabe. Mit Kunst- und Musikangeboten, Tanz, Theater, Sprachkursen und Bildungsangeboten unterstützt der Verein Kinder, Jugendliche und Familien. Heute ist Kolibri e. V. eine wichtige Institution des interkulturellen Austauschs in Dresden und betreibt seit 2023 die »Villa der Kulturen«.
Außergewöhnliches Engagement in der Jugendarbeit beim SV Heinrichsort/Rötlitz
Nils Dauer engagierte sich über 23 Jahre im Fußballbereich des Sportvereins Heinrichsort/Rödlitz e. V. Als Schiedsrichter und Übungsleiter im Nachwuchsbereich übernahm er früh Verantwortung und betreute zuletzt zwei Jugendmannschaften sowie das Torwarttraining der Herren. Darüber hinaus setzte er sich für das Kindeswohl im Verein ein, unterstützte bei der Sponsorengewinnung und organisierte den von ihm ins Leben gerufenen jährlichen Kindergarten-Cup.
Kategorie »Traditionen pflegen – Geschichte verstehen« (Heimat)
Quohrener Dorffest
Beate Grimmer engagiert sich im Quohrener Leben e. V., ist seit 2018 die Vorsitzende und seit 1992 im Vorbereitungskreis für das Quohrener Dorffest. Für die Planung und Organisation des Festes ist sie die Koordinatorin. Sie ist gut vernetzt und kennt die Geschichte des Ortsteiles, wo sie seit Kindertagen lebt. Zwischen 1999 und 2019 war sie Gemeindrätin in Kreischa.
Erinnerung braucht einen Ort und eine Ordnung – Archiv des Gebirgsvereins
Mitglieder des Gebirgsvereins begannen 2013, eine Chronik von Gohrisch zu erarbeiten. In einer Bauernscheune schuf der Verein Räume für ein Archiv. Dann erfassten sie das gesammelte Material zur Ortsgeschichte in einer Datenbank, Stück für Stück wird es digitalisiert und kann über die Homepage des Vereins frei genutzt werden. Außerdem werden regelmäßig Heimathefte mit Themen rund um die Gemeinde Gohrisch herausgegeben.
Kreiswegewart, Heimatdichter, Helfer Naturschutzwarte
Helmut Venus forscht zur Geschichte der Gemeinde Lohmen und ihrer Ortsteile. Sein umfangreiches Wissen zur Heimatgeschichte stellt er bei Bedarf zur Verfügung, auch durch Publikationen. Er ist als Kreiswegewart im Landkreis unterwegs und war lange Zeit auch Ortswegewart in Lohmen. Seit 1980 unterstützt er die Naturschutzwarte in der Sächsischen Schweiz. In den 1990er Jahren war er Mitglied des Kreis- und des Gemeinderates.
Anfertigung eines Heimatbuches
Julia Fischer ist im »Dorfgemeinschaft 2020 e. V.« aktiv und hat die Aufgabe übernommen, ein Heimatbuch über Schöna zu schreiben. Hierzu stellte sie aufwendige Recherchen an, führte Gespräche und sammelte Dokumente. Der beschriebene Zeitraum reicht von der ersten Erwähnung bis heute. Alle Grundstücke sowie Denkmalschutz- und Naturschutzobjekte werden vorgestellt. Über 200 Bilder veranschaulichen den Wandel im Dorf von damals bis heute. Das Buch soll im Sommer 2026 fertig werden.
Radio-Geschichten: »Blick zurück – Gesichter und Geschichten aus Sachsen und von nebenan«
Bernd Mühling recherchiert für den Markkleeberger Radiosender »Secondradio« jede Woche die Geschichte einer Person der Geschichte Sachsens mit Bezug zu Markkleeberg. Aus dem aufbereiteten Material wurden bereits 120 Sendungen produziert. Schwerpunkte sind dabei die Geschichten von Frauen und christlich-jüdischen Verbindungen. Außerdem publizierte er einen Band »Markkleeberg – 300 Personen der Geschichte«. Für den Verein Kulturgeschichte Markkleeberg entwickelte er zwei Vortragsreihen, außerdem eine Ausstellung »Frauenbewegungen – Bewegende Frauen«.
Sanierung der Wohnmühle von Schmidt-Rottluff als kulturelle Begegnungs- und Bildungsstätte
Ziel des 2014 gegründeten Fördervereins ist die Sanierung der Wohnmühle, in der der expressionistische Künstler Karl Schmidt-Rottluff seine Kindheit verbrachte. Das Gebäude dient nun als kulturelle Begegnungs-, Veranstaltungs- und Begegnungsstätte. Die Sanierung wurde 2025 abgeschlossen und die Wohnmühle gehört mit dem benachbarten Karl Schmidt-Rottluff-Haus zu einem Ensemble, das das Erbe des Künstlers und des Expressionismus vermittelt. Die Sanierung wurde ehrenamtlich organisiert, ebenso der Betrieb der Mühle. Es finden Vorträge, Konzerte, Lesungen, Malkurse und Kindernachmittage statt.
Passionsspiele im Fünf-Jahres-Rhythmus
Alle fünf Jahre wird in Zschorlau in einem vierstündigen Bühnenstück der Leidensweg Jesu und seine Auferstehung dargestellt. Die Darstellung lehnt sich eng an die biblischen Texte an. Mehr als 220 Personen sind an den Aufführungen beteiligt – vertreten sind alle Generationen und mehrere christliche Kirchen. Außerhalb der Spielzeiten beteiligt sich der Verein aktiv am Ortsleben. Es werden Feste organisiert und Begegnungsmöglichkeiten geschaffen.
Erinnerungskultur und Förderung des dörflichen Gemeinschaftslebens
Nach der Eingemeindung im Jahr 1992 gab es in Posseck kein Kommunikationszentrum mehr. Aus Anlass der 675-Jahr Feier des Dorfes im Jahr 2000 gründete sich der Heimatverein. Eine ehemalige Scheune wurde zum Vereins- und Dorfzentrum umgebaut. Der Verein bewirtschaftet und erhält das Gebäude. Zahlreiche Veranstaltungen finden hier statt. Es ist ein Treffpunkt für Jung und Alt. Eine Ortschronik wurde erstellt und eine Ausstellung über die einstige nahegelegene innerdeutsche Grenze. 2025 konnte Posseck mit zahlreichen Gästen sein 700jähriges Gründungsjubiläum feiern.
Kinder-Kunst-Zentrum im historischen Ambiente
Zur Jahrtausendwende begannen vier Frauen vier Häuser eines verfallenen Stadtquartiers zu sanieren und zu beleben. Es handelt sich um die Weberhäuser, die älteste Häuserzeile der Stadt Plauen. Eingerichtet wurden Werkstätten für Kinder und Jugendliche. Es entstand ein Kinder-Kunst-Zentrum mit inzwischen zehn Werkstätten. Vermittelt werden textiles Gestalten, Filzen, Töpfern, Schnitzen, Holzgestaltung, Flechten, Drucken und Mosaikgestaltung in Verbindung mit Sozialkompetenz, Grob- und Feinmotorik, Konzentration, Ästhetik und Geschichtsbewusstsein. Zusätzlich wurden auf dem umliegenden Areal ein Sinnes- und ein Rosengarten und eine Freifläche mit Bühne geschaffen. Ein verfallenes Stadtquartier wurde mit Leben erfüllt und ist für alle Bürgerinnen und Bürger und Gäste zugänglich.
Gerettet. Bewahrt. Geteilt. Kunst für alle Generationen
Ausgangspunkt der Vereinsarbeit war die Sicherung mehrerer Künstlernachlässe in Falkenstein, deren Erhalt gefährdet war. Regionale Kunstgeschichte – durch die Textilindustrie geprägt – wird durch den Verein gesichert und zeitgemäß vermittelt. Der Verein entwickelt innovative Formate und Projekte kultureller Teilhabe. Kunst soll das verbindende Element zwischen Menschen verschiedener Generationen und Lebenswelten sein. Sie schlägt eine Brücke zwischen industrieller Vergangenheit und künstlerischer Gegenwart. So entstand ein großes Kunstnetzwerk und eine Kunstartothek. Der Verein initiierte einen »Vogtländischen Kunstpfad« mit einem Malheft und publiziert die »Falkensteiner Kunstblätter«.
Heimatkalender für Reichenbach und Umgebung
Der Reichenbacher Heimatkalender wird seit 1841 herausgegeben. Im Jahr 2017 wäre diese Tradition beinahe beendet worden. Es bildete sich eine Redaktion um den damaligen Stadtrat und Heimatforscher Dr. Wolfgang Viebahn, die den Heimatkalender seit 2018 ehrenamtlich redaktionell betreut und herausgibt. Die Redaktion bearbeitet nicht nur die eingesandten Beiträge, sondern gestaltet auch das Layout, beschafft die finanziellen Mittel und kümmert sich um den Vertrieb. Die Zeitschrift leistet einen Beitrag zum kulturellen Leben, der Heimatkunde und der Pflege des nordvogtländischen Dialektes.
Kauf und Erhalt des Vereinsheimes
Der bereits 1906 gegründete Verein erwarb 2025 das Vereinsheim vom Eigentümer. Innerhalb von sechs Monaten gelang es, die dafür notwendigen 70.000 € zu beschaffen. Seit der Schließung der letzten Gaststätte im Ort ist das Haus zu einer wichtigen Begegnungsstätte in Bösenbrunn geworden. Hier finden Feierlichkeiten, Fortbildungen, Proben und Ausstellungen und sonstige Veranstaltungen statt. Weitere Vereine der Region können sich hier treffen.
Heimatbund und Heimatfest
Der Heimatbund engagiert sich seit Jahrzehnten für die Bewahrung und Weitergabe regionaler Geschichte und Traditionen im Zittauer Gebirge. Zu den zahlreichen Projekten gehören der Chor, die Jugend- und Seniorenarbeit, der Kaiserzug, das jährliche Heimatfest, die Laienspiel- und die Sportgruppe und die Arbeit an der Dorfchronik. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit den Nachbarn in Tschechien und Polen sowie mit der Partnergemeinde in Ungarn. Der Vorstand setzt sich für den Erhalt ortsbildprägender Gebäude und Anlagen ein und widmet sich der Auseinandersetzung mit den Diktaturen des 20. Jahrhunderts.
Heimatgeschichte zum Anfassen: Klar, spannend, lebendig
Anlässlich der 700-Jahr-Feier der Gemeinde Horka im Jahr 2005 entstand eine Ausstellung, die in den danach eingerichteten Heimatstuben weiter genutzt wurde. Ursula Nitschke war bereits federführend bei der Organisation der 700-Jahr-Feier. Unter ihrer Leitung beschäftigt sich eine Gruppe mit der Geschichte des Ortes, organisiert Ausstellungen und Festveranstaltungen. In einem restaurierten ehemaligen Herrenhaus richtete das Team fünf thematische Heimatstuben ein. Frau Nitschke engagierte sich auch viele Jahre im Gemeindekirchenrat für die Erhaltung der mittelalterlichen Kirche.
Rettung und Erhalt eines denkmalgeschützten Bauwerkes
Der Verein hat es geschafft, die Lukaskirche vor dem Verfall zu bewahren und sie mit Gottesdiensten und verschiedensten kulturellen Veranstaltungen zu beleben. Für die Sanierung wurden jahrzehntelang Spenden- und Fördergelder eingeworben. So gelang es, ein fast verlorenes Kulturdenkmal zu retten. In diesem Jahr kann deshalb das 150jährige Bestehen der Kirche gefeiert werden.
»Abend der Musik« und Musicalprojekte »König der Löwen« und »Felicitas Kunterbunt«
Mirella Weiße organisiert Musicalprojekte mit Kindern aus der Grund- und Oberschule Eppendorf und weiteren Mitwirkenden. Damit inspiriert sie jüngere Generationen mit Kunst und Musik. Außerdem richtet sie seit 2012 Musikabende aus, bei denen sich regelmäßig junge Talente unterschiedlicher Musikrichtungen vorstellen. Viele der Kinder und Jugendlichen treten nach den Auftritten selbstsicherer auf; sie erhalten Anerkennung und sind motiviert für weitere Herausforderungen.
Männerchor Oberschöna
Wolfgang Eger leitet seit 50 Jahren ehrenamtlich den Männerchor Oberschöna. Mit den rund 30 Sängern bestritt er etwa 1.000 Konzerte auf Dorffesten, Jubiläen und kirchlichen Festen. Dazu gehören auch Auftritte in Polen, Tschechien oder der Stadthalle Chemnitz. Voraussetzung war die Ausbildung meist musikalisch noch unerfahrener Laien zu engagierten Chorsängern. Neben den regelmäßigen Proben macht der Chor gemeinsame Feiern und unternimmt Bildungsfahrten sowie Konzert- und Opernbesuche.
Ortsgeschichte erforschen, bewahren und erlebbar machen
Frank Schneider forscht seit Jahrzehnten zur Geschichte seines Heimatortes Linz/Sa., sammelt und bewahrt historische Dokumente und sonstige Hinterlassenschaften. Er vermittelt die Geschichte des Ortes mit Vorträgen, Führungen und Ausstellungen und ließ Schiefertafeln fertigen, die unter dem Motto »Linz entdecken« über die Geschichte des Ortes informieren. Auf seinem Dreiseitenhof ist eine Dauerausstellung zu besichtigen.
Präsident des SV Hirschstein e. V. und Vorsitzender des Heimat- & Fördervereins Hirschstein e. V.
Matthias Zschätzsch ist seit seinem achten Lebensjahr Mitglied des SV Hirschstein. 1995 wurde er zum Abteilungsleiter Fußball gewählt und 2004 zum Präsidenten des Sportvereins. Er hält den Verein zusammen und organisiert sportliche Ereignisse und Wettkämpfe mit. Außerdem ist er Vorsitzender des 2000 gegründeten Heimat- und Fördervereins. Er koordiniert die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und der Gemeindeverwaltung, macht Führungen im Schloss Hirschstein und wirkt aktiv bei Veranstaltungen mit.
Vorsitzender des Freundeskreises GRASSI Museum für angewandte Kunst
Günther Gromke wurde 2004 in den Freundeskreis des GRASSI Museums kooptiert und 2009 zum Vorsitzenden gewählt. In dieser Rolle unterstützt er das Museum auf vielfältige Weise und organisiert ein vielfältiges Vereinsleben. Der Freundeskreis engagiert sich für die Akquise von Spenden und entwickelte ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm. Publikationen, Veranstaltungen, Erwerbungen und Restaurierungen werden vom Freundeskreis unterstützt. Herr Gromke vertritt den Verein auch in überregionalen Gremien und internationalen Organisationen.
2 Tonnen Kalkstein. Neubetrachtung des Denkmals am Markt
Das Projekt setzt sich mit einem Soldatendenkmal aus dem Jahr 1926 auseinander. Es wurde damals von der Kirchgemeinde Heilig Kreuz zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges errichtet und ist heute Schauplatz kontroverser Auseinandersetzungen, Kommentierungen und Graffitis. Kunstraum IDEAL hat mit einer künstlerischen Auseinandersetzung einen Debattenraum auf dem Kirchplatz geöffnet. Dabei geht es um Erinnerungskultur im urbanen Raum und die Zukunft des Denkmals. Derzeit entsteht eine begleitende Publikation, die künstlerische Beiträge und neuere Diskussionen zusammenführt.
Kategorie »Schöpfung bewahren – Natur schützen« (Umwelt)
Wald entmüllen
Der Sportverein verfügt über ein Vereinsgelände in unmittelbarer Nähe zu einem Waldgebiet. Bei den wöchentlichen Trainingsfahrten der Mountainbike-Abteilung stellten die Sportler fest, dass sich Müll im Wald ansammelt. Deswegen rief der Verein eine jährliche Aufräumaktion ins Leben. Die Kinder und Jugendlichen des Vereins, Eltern und weitere Vereinsmitglieder machen sich mit Müllsäcken und Greifzangen auf den Weg und befreien den Wald von Abfall. Damit wird das Umweltbewusstsein gefördert und der anschließende gemeinsame Grillabend stärkt die Gemeinschaft.
Bee together – Lernen. Erleben. Schützen.
Der Imkerverein engagiert sich auf vielfältige Weise für den Schutz von Bienen und anderen Bestäubern und leistet damit einen Beitrag zur biologischen Vielfalt und zur Umweltbildung in der Region. Die Mitglieder des Vereins sind unterwegs in Kindergärten, Schulen, Seniorenheimen sowie auf Märkten, Festen und anderen öffentlichen Veranstaltungen. Sie organisieren Pflanzaktionen und bieten Obstbaumschnitt- und Sensenkurse an. Außerdem legen sie Blühflächen und Wildbienen-Nistmöglichkeiten an. Der Verein sanierte ein altes Gebäude und verwandelte es in ein Umweltbildungszentrum. Wissen, Verantwortung und nachhaltiges Handeln werden generationenübergreifend weitergegeben.
Baumpfad zwischen Thüringen und Sachsen
Ramona Gräfe hat an der Verbindungsstraße zwischen Großpillingsdorf (Sachsen) und Nischwitz (Thüringen) einen Baumpfad initiiert. Im Rahmen einer Ausgleichsmaßnahme des Netzbetreibers 50Hertz wurden 2024 45 Bäume gepflanzt; durch Spenden und viel Überzeugungsarbeit kamen 37 Bäume hinzu. Ausgewählt wurden heimische Arten, die sorgfältig für Klima und Boden abgestimmt sind. Jeder Baum erhielt ein Informationsschild und einen QR-Code. Zwischen den Ortschaften enstand so ein grünes Zeichen der Verbundenheit und der Nachhaltigkeit.
Ein besseres Zusammenleben von Mensch und Stadttaube
Die AG Pro Stadttaube möchte über Stadttauben aufklären und deren Lebensbedingungen verbessern. Zu diesem Zweck arbeitet die AG mit politischen Gremien und anderen Akteuren zusammen. Verschmutzungen im öffentlichen Raum sollen reduziert und tierschutzkonforme Lösungen gefunden werden. Die ehrenamtlichen Helfer versorgen verletzte oder kranke Tauben, tauschen Eier zur Populationskontrolle und betreuen einen Taubenschlag.
Müllsammelaktion und Aufklärungsarbeit zum Schutz der Umwelt
Die Initiative trashcan_dresden veranstaltet seit 2023 regelmäßig ehrenamtliche Müllsammelaktionen. Im Juni 2026 fand bereits der 35. »Clean-up« statt. Geeignete Orte werden mit der Stadtverwaltung abgesprochen, über das Internet werden Interessierte zum Mitmachen aufgerufen. Die Aktionen werden dokumentiert, um im Nachgang darüber zu informieren und aufzuklären.
Kategorie »Global denken – lokal handeln« (Welt)
Förderung des Verständnisses für die Probleme der Einen Welt
Die Aktion Eine Welt betreibt Weltläden in Aue und Eibenstock und unterstützt damit die Fair-Handels-Bewegung. Der Verein organisiert Veranstaltungen und ist auch bei Festen und Ökomärkten unterwegs. Er betreibt entwicklungspolitische Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, um das Verständnis für soziale, ökonomische und ökologische Probleme im globalen Süden zu fördern. Die Bildungsangebote und Informationesveranstaltungen richten sich an alle Altersgruppen.
Lokales Engagement – nachhaltig, weltoffen, vernetzt
Der Verein Freiberger Agenda 21 setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt Freiberg und der Region ein. Der lokale Agenda 21-Prozess verknüpft ökologische, soziale und wirtschaftliche Ziele und fördert die Vernetzung unterschiedlicher Akteure. Der Verein organisiert Ausstellungen, Themen- und Filmabende, Stadtführungen, interkulturelle Feste, Workshops und andere Bildungsangebote.
Brückenbau zwischen deutscher und ukrainischer Gesellschaft
Der deutsch-ukrainische Kultur- und Bildungsverein Oseredok Leipzig fördert den kulturellen Austausch, die Bildung und die gesellschaftliche Teilhabe von Ukrainerinnen und Ukrainern in Leipzig und schafft Angebote zur Integration in die deutsche Gesellschaft. Der Verein unterstützt den Austausch zwischen Institutionen, wie Kultur- und Bildungseinrichtungen in Deutschland und der Ukraine, begleitet Delegationen und befördert die Städtepartnerschaft Kyjiw-Leipzig.
Lebenswerk: Engagement für den Globalen Süden
Heinz Kitsches Einsatz für Eine-Welt begann bereits 1972 mit der Gründung des Arbeitskreises Entwicklungshilfe. Dieser ist damit eine der ältesten wenn nicht die älteste Basisgruppe zur Entwicklungszusammenarbeit in Sachsen. Zahlreiche Kleinprojekte, vor allem in Afrika, wurden unterstützt. Herr Kitsche war die treibende Kraft des AK und ist auch heute noch für die Eine-Welt aktiv. Neben der Hilfe im globalen Süden war ihm stets die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Deutschland wichtig. Der Verein möchte über globale Ungleichheiten, Armut und wirtschaftliche Zusammenhänge informieren und das Nachdenken über gerechtere Lebensweisen anregen.
Gründerin und Vorsitzende der Armenischen Kulturgemeinde e. V.
Dr. Anahit Babayan ist Mitbegründerin und Vorsitzende der Armenischen Kulturgemeinde. Sie engagiert sich in und für die armenische Gemeinschaft und organisierte bereits mehr als 100 interkulturelle Veranstaltungen und humanitäre Hilfsprojekte. Die Zusammenarbeit von Projektpartnern in Jerewan und Leipzig führte zu einem engeren Austausch zwischen beiden Städten, der noch in diesem Jahr in eine offizielle Städtepartnerschaft münden wird. Als Zeichen der Verbundenheit konnte in diesem Jahr ein armenischer Kreuzstein in Leipzig errichtet werden, der auch an den Völkermord an den Armeniern im Jahr 1915 erinnert.