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Sächsischer Bürgerpreis

Mann im Anzug spricht vor einem breiten Publikum in einem Kellergewölbe.
Verleihung Bürgerpreis 2017: Sachsens Ministerpräsident Tillich ehrt in seiner Ansprache die Arbeit und den Einsatz der Ehrenamtlichen.  © Matthias Rietschel

Zum siebten Mal wurde am 16. Oktober 2017 in der Unterkirche der Frauenkirche der Sächsische Bürgerpreis verliehen. Gemeinsam mit der Stiftung Frauenkirche Dresden und der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank würdigte der Freistaat Sachsen Vereine, Initiativen, Institutionen oder Einzelpersonen für ihren herausragenden Einsatz für die Gesellschaft, für Toleranz und für Demokratie.

Stellvertretend für die zahlreichen Menschen, die sich in Sachsen ehrenamtlich engagieren, wurden in den insgesamt fünf Kategorien gesellschaftlich-soziales und kulturell-geistliches Engagement, Engagement in der Schule oder im Sport sowie in der Arbeit mit Flüchtlingen jeweils eine Person oder Initiative ausgezeichnet. Bestandteil der Auszeichnung durch die Stifter ist ein Betrag von 5.000 € für jeden Preisträger.

Die Vorschläge zur Nominierung reichten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Vetreter aus den Beriechen Schule, Sport und Kirchen bei den jeweiligen Landräten beziehungsweise Oberbürgermeistern der kreisfreien Städte ein. Diese nominierten insgesamt 116 Initiativen oder Personen, die dann gebten wurden, eine Projektbeschreibung an die Sächische Staatskanzlei zu senden.

Daraufhin wählte eine unabhängige Jury am 30. August 2017 fünf Preisträger aus den nominierten Projekten, Initiativen und Einzelpersonen aus. Aufgrund der zahlreichen Nominierungen in der Kategorie »Flüchtlingshilfe« entschied sich die Jury für eine Teilung des Preises.

Kontakt

Ansprechpartner

Referat 33/ Abteilung 3

Susanne Limbach

Telefon: 0351 564-1367

E-Mail: susanne.limbach@sk.sachsen.de

Seit 1986 ist Simone Bohne Pflegemutter in Colditz. Sie nimmt Kinder in Not auf und hilft, diese in eine andere Familie oder zu den Eltern zurück zu begleiten.

In ihrer beruflichen Laufbahn hat sie bereits 45 Kinder betreut. Zwei Kinder sind als Dauerpflegekinder bei ihr geblieben. Darüber hinaus steht sie in ihrer Position als Bereitschaftspflege dem Jugendamt für die Unterbringung in Obhut genommener Kinder auch in den späten Abendstunden, Feiertags oder an Wochenenden zur Verfügung.

Zwei Frauen und drei Männer posieren in einer Reihe vor der Kamera © Matthias Rietschel

Die Kirchgemeinde Markleeberg-West entwickelt seit 2006 aus der Kirchenruine Zöbigker einen kulturell-geistlichen Ort, an dem regelmäßig Freiluftveranstaltungen stattfinden. Mit ihrem Wirken ist eine Begegnungsstätte für Markkleeberger und die Gäste der Stadt entstanden, an der neben histortischen und kulturellen Inhalten auch christliche Werte vermittelt werden sollen.

vier Frauen und vier Männer posieren in Reihe vor der Kamera, einer der Herren hält eine Urkunde in den Händen © Matthias Rietschel

In der »AG Spurensuche« an der Rudolf-Hildebrand-Schule in Markkleeberg recherchierten mehr als 20 Schüler zu Opfern der NS-Diktatur in der Stadt. Dabei konnten 80 jüdische Opfer ermittelt werden. Für sechs der Opfer wurden auf Initiative der Schüler Stolpersteine gesetzt. Mit einem der Zeitzeugen führten die Schüler ein Interview.

Die Ergebnisse der Recherchen wurden medial aufbereitet und sind online abrufbar. Ihre Foschungsergebnisse präsentieren die Schüler zusätzlich auf Gedenktagen und Konferenzen sowie der Jüdischen Woche. Damit leisten die Schüler einen großen Beitrag zur Erforschung und Vermittlung regionaler Geschichte und setzen sich mit den Problemfeldern Gewalt, Feindbilder und Fremdenhass auseinander.

fünf Männer und drei Frauen posieren in Reihe vor der Kamera, eine der Freuen hält eine Urkunde in den Händen © Matthias Rietschel

Der Radebeuler Handballverein e.V. arbeitet zusammen mit den Behindertenwerkstätten. Durch Sporttraining und Wettbewebe werden Schüler und Erwachsene gleichermaßen in das Vereinsleben integriert. Die behinderten Athleten sind vollwertige Mitglieder mit allen Rechten und Pflichten.

Dazu zählen nicht nur Wahlrechte, Ordnungsdienste und Trainerarbeit sondern auch die Teilnahme an Vereinsfeiern. Der Verein organisiert gemischte Turniere auf Vereinsebene, womit Berührungsängste abgebaut und Toleranz gefördert werden sollen.

fünf Männer und zwei Frauen posierne in Reihe vor der Kamera, einer der Männer hält eine Urkunde in den Händen © Matthias Rietschel

Mosaika e.V., Bischofswerda

2015 gründeten Spätaussiedler in Bischofswerda einen Verein, der sich vor allem für Menschen mit Migrationshintergrund, Aussiedler und Asylbewerber einsetzt. Die Initiative befördert den Erfahrungsaustausch und die gegenseitige Hilfe zwischen Aussiedlern und Flüchtlingen. Gemeinsame Feste mit Einheimischen und die Zubereitung von Gerichten fördern den interkulturellen Austausch. Der Verein kooperiert mit zahlreichen Partnern in Bischofswerda und ist Mitglied des Bürgerbündnisses.

Petra Hering, Königstein

Im Herbst 2015 gründete Petra Hering die AG Flüchtlingshilfe und war darüber hinaus Patin für zwei Flüchtlingsfamilien. Sie organisiert bis heute ein Begegnungscafé und eine Kleiderkammer. Mit Ihrem Engagement trägt Sie wesentlich dazu bei, dass Flüchtlinge in Königstein erfolgreich integriert werden.

fünf Frauen und drei Männer posieren in Reihe vor der Kamera, zwei der Frauen halten eine Urkunde in den Händen © Matthias Rietschel
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