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Sächsischer Bürgerpreis

Menschen sitzen im Hauptsaal einer Kirche und hören einem Mann an einem Rednerpult zu.
Die Verleihung des Sächsischen Bürgerpreises in der Frauenkirche Dresden.  © Pawel Sosnowski

Am 14. Oktober 2021 ist zum elften Mal in Dresden der Sächsische Bürgerpreis verliehen worden. Gemeinsam mit der Stiftung Frauenkirche Dresden und der Kulturstiftung Dresden der Commerzbank würdigte der Freistaat Sachsen Vereine, Initiativen oder Einzelpersonen für ihren herausragenden Einsatz für die Demokratie, Heimat und Umwelt sowie andere Menschen bei uns und weltweit.

Stellvertretend für die zahlreichen Menschen, die sich in Sachsen ehrenamtlich engagieren, zeichneten die Stifter des Preises in insgesamt fünf Kategorien Personen oder Initiativen aus. In jeder Kategorie wurden 5.000 Euro von den Stiftern bereitgestellt.

  • Miteinander stärken – Land gestalten (Demokratie)
  • Menschen helfen – Gemeinsinn stiften (Menschen)
  • Traditionen pflegen – Geschichte verstehen (Heimat)
  • Schöpfung bewahren – Natur schützen (Umwelt)
  • Global denken – lokal handeln (Welt)

Die Vorschläge zur Nominierung reichten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister bei den jeweiligen Landräten ein. Auch kirchliche Stellen sind vorschlagsberechtigt. Die Landräte und Oberbürgermeister der kreisfreien Städte nominierten die Initiativen oder Personen, die dann gebeten wurden, eine Projektbeschreibung an die Sächsische Staatskanzlei zu senden. Daraufhin wählte eine unabhängige Jury die Preisträger in den fünf Kategorien aus den nominierten Projekten, Initiativen und Einzelpersonen aus.

Kontakt

Ansprechpartner

Referat 23A

Susanne Limbach

Telefon: 0351 564-10463

E-Mail: buergerpreis@sk.sachsen.de

Sächsischer Bürgerpreis 2021 – Geehrt wurden:

Buntmacher*innen e.V. (Chemnitz) in der Kategorie Miteinander stärken – Land gestalten

Männer und Frauen stehen vor dem Altar einer Kirche.
Der Buntmacher*innen e.V. (Chemnitz) erhielt den Bürgerpreis 2021 in der Kategorie Miteinander stärken – Land gestalten.  © Nikolai Schmidt

Buntmacher*innen e.V. (Chemnitz) Für ein solidarisches Miteinander Der Verein engagiert sich für die Belebung des Dialogs, für ein friedliches und solidarisches Miteinander und den Schutz demokratischer Grundwerte in Chemnitz.

Mit vielfältigen Aktionen und Projekten möchten die Beteiligten den Austausch über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Stadt befördern. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Erinnerungs- und Gedenkkultur. Mit der Aktion »Lichterwege« wird jedes Jahr am 9. November an die Pogromnacht erinnert.

Allen, die sich mit viel Herzblut ehrenamtlich einbringen, die sich bürgerschaftlich engagieren, gebührt großer Dank.

Ministerpräsident Michael Kretschmer

Kirche im Laden e.V. (Vogtland) in der Kategorie Gemeinsinn stiften

Männer und Frauen stehen vor einem Kirchenaltar.
Der Verein Kirche im Laden e.V. (Vogtland) erhielt den Bürgerpreis 2021 in der Kategorie Gemeinsinn stiften.  © Nikolai Schmidt

Kirche im Laden e.V. (Vogtland) »Suchet der Stadt Bestes« »Suchet der Stadt Bestes« (Jeremia 29,7) ist der Leitspruch des kirchlichen Projektes, dessen Angebote Beratung, Bildung und Begegnung vereinen.

Dafür wurden im Stadtzentrum von Falkenstein Räumlichkeiten angemietet, die einen Ort für Mission, Seelsorge und Daseinsbegleitung bieten. Der Verein baut Brücken zwischen Kirche und Stadtgesellschaft; es gibt zahlreiche Möglichkeiten der Mitwirkung. Auch soziale Fürsorge wird betrieben, so gibt es eine wöchentliche Ausgabe von Lebensmitteln an Bedürftige.

Mit der Bürgerpreisverleihung in der Frauenkirche Dresden sagen wir den Geehrten und Nominierten stellvertretend für alle, die sich im Dienst der Gemeinschaft selbstlos engagieren, Dank.

Maria Noth, Geschäftsführerin der Stiftung Frauenkirche Dresden

Heimatverein Königsbrück und Umgebung e.V. in der Kategorie Traditionen pflegen – Geschichte verstehen

Frauen und Männer stehen vor einem Kirchenatlar.
Der Heimatverein Königsbrück und Umgebung e.V. erhielt den Bürgerpreis 2021 in der Kategorie Traditionen pflegen – Geschichte verstehen.  © Nikolai Schmidt

Heimatverein Königsbrück und Umgebung e.V. (Bautzen) Kulturhistorisches Erbe erlebbar machen Der Verein mit seinen 70 Mitgliedern arbeitet gegenwärtig an mehreren Projekten, die für die Geschichte der Region von großer Bedeutung sind und zur Attraktivität der Stadt beitragen.

Dazu gehören beispielsweise die Restaurierung eines barocken Epitaphs in der Hauptkirche, die Erneuerung von Infotafeln und des historischen Stadtrundgangs sowie die Erstellung von Bilddokumentationen. Außerdem kümmert sich der Verein seit Jahrzehnten um die Pflege der Kamelien und die Organisation der Kamelienschau. Auch blinden Menschen wird die Wahrnehmung der Kamelien durch eine entsprechende Präsentation ermöglicht.

Die Preisträger und die vielen Nominierten stehen beispielhaft für all jene, die sich kümmern und anpacken. Sie stehen für Mitmenschlichkeit und Zusammenhalt. So gesehen ist der heutige Tag auch ein Feiertag für unsere Demokratie.

Ministerpräsident Michael Kretschmer

Jens Hörig (Landkreis Leipzig) in der Kategorie Schöpfung bewahren – Natur schützen

Männer und Frauen stehen vor einem Kirchenaltar.
Jens Hörig (Landkreis Leipzig) erhielt den Bürgerpreis 2021 in der Kategorie Schöpfung bewahren – Natur schützen.  © Nikolai Schmidt

Jens Hörig (Landkreis Leipzig) Verletzte Wildtiere retten Jens Hörig rettet verletzte Vögel und andere Wildtiere, indem er Hilfsmaßnahmen zur Erstversorgung einleitet und sie in die Klinik fährt.

Anschließend päppelt er die Tiere in selbst finanzierten und gebauten Gehegen wieder auf. In Schulen oder in Zusammenarbeit mit Vereinen macht er Angebote zur Umweltpädagogik. Um dem erhöhten Aufkommen an Pfleglingen und den damit verbundenen Kosten gerecht werden zu können, gründete er 2018 einen Verein, der Spenden annehmen kann.

Dieses Wirken ist wichtig und wertvoll. Es macht unsere Gesellschaft stärker, unser Miteinander herzlicher und lässt uns die Herausforderungen des Alltags besser meistern.

Maria Noth, Geschäftsführerin der Stiftung Frauenkirche Dresden

Tschernobylinitiative Ottendorf-Okrilla e.V. in der Kategorie Global denken – lokal handeln

Männer und Frauen stehen vor einem Kirchenaltar.
Die Tschernobylinitiative Ottendorf-Okrilla e.V. (Bautzen) erhielt den Bürgerpreis 2021 in der Kategorie Global denken – lokal handeln.  © Nikolai Schmidt

Tschernobylinitiative Ottendorf-Okrilla e.V. (Bautzen) Hilfe für strahlengeschädigte Kinder und Familien in Belarus Die Initiative ermöglicht jedes Jahr Kindern aus dem von der Reaktorkatastrophe betroffenen Gebiet des Kreises Buda-Koschelewo ein paar Wochen Urlaub in Ottendorf-Okrilla zu machen.

Außerdem werden jährlich zwei Hilfstransporte in das Gebiet organisiert, die Waren des täglichen Bedarfs sowie Spiel- und Schulsachen bringen. Dadurch entstanden partnerschaftliche Beziehungen zu Menschen in Belarus.

Impression der Sächsischen Bürgerpreisverleihung 2021

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