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Nominierte 2022

Die Nominierten für den Sächsischen Bürgerpreis 2022

Kategorie »Miteinander stärken – Land gestalten« (Demokratie)

Ausgestaltung kommunaler Demokratie

Rosmarie Vogel engagiert sich seit mehr als 30 Jahren für die Anliegen der Bürger in Hartenstein. Sie nimmt Anteil an der Kommunalpolitik, schlägt Brücken zu den Bürgern, auch indem sie regelmäßig die Ratssitzungen verfolgt und dort Vorschläge einbringt. Seit 1990 war sie Wahlvorsteherin bei allen Wahlen. Für die Feier des 800jährigen Bestehens ihres Heimatortes Zschocken erarbeitete sie die finanzielle und inhaltliche Konzeption. Sie organisierte Vorträge zur Geschichte des Ortes und war verantwortlich für die Erstellung einer umfangreichen Festschrift. Frau Vogel ist Mitbegründerin des Heimatvereins Zschocken. Ihre gesamte Tätigkeit ist darauf ausgerichtet, demokratische Prozesse zu bewahren und zu nutzen.

Entwicklung der Stadt Riesa

Kurt Hähnichen engagiert sich seit Jahrzehnten für die Stadt Riesa, vor allem in den Bereichen Wirtschaft und Kultur. In zahlreichen ehrenamtlichen Funktionen setzt er sich für eine höhere Lebensqualität ein. Dazu gehören die Verbesserung der Verkehrsanbindung Riesas, die Arbeitsplatzsicherung und Neuansiedlung von Unternehmen und der Ausbau des Tourismus. Er gibt Impulse für neue Ideen, begeistert und gewinnt andere für die Mitwirkung, entwickelt Netzwerke und findet Sponsoren. So ist er Initiator und Mitorganisator der seit 2004 stattfindenden Riesaer Sommerbühne. Herr Hähnichen engagiert sich für die Städtepartnerschaften und ist Vorstandsmitglied im Verein Riesa und die Welt, der sich gegenwärtig für ukrainische Flüchtlinge einsetzt.

Jahrelanges Engagement in der Kommunalpolitik

Dietmar Katzorreck ist seit 1990 in der Kommunalpolitik tätig. Er war Schulleiter, Gemeindevertreter und stellvertretender Bürgermeister in seiner Gemeinde Erdmannsdorf. Nach der Eingemeindung war er in Augustusburg Stadtrat und stellvertretender Bürgermeister. Seit 2012 ist er Ortsvorsteher in den Ortsteilen Erdmannsdorf und Kunnersdorf. Herr Katzorreck hat maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der Gemeinde. Viele Verschönerungen gehen auf ihn zurück; häufig gelang es ihm, Bürger zum Einsatz für die Gemeinde zu motivieren. Er organisiert Arbeitseinsätze, das jährliche Pyramidenfest und das Maibaumsetzen.

Vorstand im Freiberger Kinder- und Jugendparlament

Lennard Roth ist seit 2016 Mitglied im Freiberger Kinder- und Jugendparlament. Er arbeitet in mehreren Arbeitsgruppen mit, engagiert sich unter anderem für einen kindgerechten Stadtrundgang und die Social Media Kanäle. Zur Schülerbeförderung führte er selbständig eine Umfrage zur Zufriedenheit durch und wertete diese gemeinsam mit dem Unternehmen Regiobus aus. Da war er in der 5. Klasse. Er möchte Kinder und Jugendliche motivieren, ihr eigenes Umfeld mitzubestimmen und Freiberg zu einer kinder- und familienfreundlichen Stadt machen.

Die Kinder brauchen den Sport - der Sport braucht die Kinder

Udo Haußmann ist Vorsitzender des Hennersdorfer Sportvereins, der mit 100 Mitgliedern ein Aushängeschild des 300-Einwohner-Ortsteiles ist. 2018 bewarb sich der Verein im Rahmen der Bürgerprojekte für den Bau eines Kinderspielplatzes. Herr Haußmann war mit viel Einsatz und Eigenleistung bei der Umsetzung des Projektes dabei. Die Finanzierung konnte trotz Erhöhung der Kosten gesichert werden.

Ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement

Thomas Mathe ist eine Art Motor des ehrenamtlichen Einsatzes in seiner Heimatgemeinde Markersbach, einem Ortsteil von Bad Gottleuba-Berggießhübel. Als ehemaliger Fußballer engagiert er sich besonders beim ortsansässigen Sportverein. Er organisiert zahlreiche Veranstaltungen, auch grenzüberschreitend mit den tschechischen Nachbarn. Bei der letzten Bundestagswahl unterstützte er den örtlichen Jugendring bei einer Informationskampagne, mit dem Ziel, bei Jugendlichen Interesse an Politik zu wecken. Derzeit setzt er sich für den Erwerb eines Gebäudes zur Einrichtung eines Jugendclubs ein.

Tüdelü

Different people ist ein Beratungs-, Bildungs- und Kommunikationsangebot für Menschen mit verschiedenen geschlechtlichen Orientierungen und setzt sich für deren Akzeptanz und gegen Diskriminierung ein. Allen Chemnitzern soll mit Beratungsgesprächen, Bildungsworkshops die gelebte Vielfalt nähergebracht werden, damit sie diese akzeptieren und damit umgehen lernen. Das Tüdelü ist ein Begegnungsformat, das auf unterschiedliche Weise diese Themen und Menschen sichtbar machen, Dialog schaffen sowie Berührungsängste und Vorurteile abbauen soll.

30 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit in Stadtrat, Kreisrat und Krankenhausgesellschaft

Dr. Ernst Udo Radke war von 1990 bis 1998 ehrenamtliches Mitglied im Vorstand der Krankenhausgesellschaft Sachsen, wo er sich für die Interessen der Krankenhäuser gegenüber den Krankenkassen und den staatlichen Institutionen stark machte. Von 1998 bis 2002 war er Mitglied der CDU-Fraktion des Kreistages und von 2002 bis 2022 Mitglied der CDU-Fraktion im Sebnitzer Stadtrat, ab 2007 deren Vorsitzender. Über 30 Jahre nahm er leitende Positionen in der ehrenamtlichen Arbeit neben seiner Tätigkeit als Hausarzt wahr.

Kategorie »Menschen helfen – Gemeinsinn stiften« (Menschen)

Flüchtlingsbetreuung ukrainischer Flüchtlinge

Jennifer Dörling hat eine Spendensumme von über 18.000 € gesammelt. Dazu auch Sachspenden, wie Spielzeug, Hygieneartikel, Fahrräder uvm. Diese Spenden hat sie bis spät abends aufbereitet und sortiert. Sie kümmert sich persönlich um die Familien, fährt diese mit dem Auto, organisiert Kita-Plätze u. Schulanmeldungen, Dolmetscher, Behördengänge usw. Für die Kinder ist sie persönlich da, egal worum es geht, sie kümmert sich liebevoll. Dabei ist sie selbst voll berufstätig als Stationsleiterin einer Intensivstation.

Freiwillige Feuerwehr / Jugendfeuerwehr

Sybille Schumann war zwölf Jahre Jugendwart in der Freiwilligen Feuerwehr Burgneudorf. Über die Arbeit bei der Feuerwehr hinaus unterstützte sie Kinder und Familien in den Problemen des Alltags, half bei der Errichtung eines neuen Spielplatzes und organisierte zahlreiche Veranstaltungen.

Bunte Maschen am Jakobsweg

Auf dem Kamenzer Hutberg befindet sich eine Pilgerherberge, der es bislang an sanitären Anlagen fehlte. Kerstin Boden hat deshalb mit Mitstreitern aus einem Strickliesl-Team eine Einkleidung des Lessing-Turmes in ein buntes Maschenkleid organisiert. In monatelanger Strickarbeit aus Wollresten wurden überdimensionale Strickbahnen zusammengefügt, um mit dieser Aktion Spenden für die Sanierung zusammenzutragen. Am Ende konnte die Summe von 15.000 € bereitgestellt werden. Die Bunte-Maschen-Aktion brachte viele Menschen zusammen, stärkte das Team und half über die Corona-Zeit. Nach dem Abschluss der Aktion setzt das Team seine Arbeit mit weiteren Projekten fort.

Hilfe für ukrainische Flüchtlinge

Alina Miehle kümmert sich um ukrainische Flüchtlinge in Lauta. Sie hilft bei Behördengängen, Übersetzungen, Wohnungseinrichtungen und leistet damit ein wichtigen Beitrag zur Integration der Flüchtlinge in die Gemeinde.

Aktion zusammen wachsen

Der Verein ist seit 2006 in Neukirchen aktiv. Zunächst war die Unterstützung Arbeitsloser und sozial Benachteiligter Schwerpunkt der Arbeit. Ab 2012 folgte eine große Vielfalt an sozialen, bildenden, kulturellen, künstlerischen und sportlichen Angeboten an weitere Zielgruppen, vor allem ältere Menschen. Die 30 Mitglieder unterschiedlichen Alters engagieren sich ehrenamtlich als Kurs- und Zirkelleiter.

Laufserie Schwanenteich

Im Jahr 2021 organisierte der SV Vorwärts Zwickau unter den schwierigen Bedingungen der Corona-Pandemie eine Laufserie, bei der keine Startgebühren erhoben wurden und die erwachsenen Läufer aufgerufen wurden, für einen gemeinnützigen Zweck zu spenden. 2021 ging die erzielte Spende von 1.000 € an zwei vom Hochwasser schwer getroffene Leichtathletik-Vereine im Ahrtal. Der Verein leistet als Talentstützpunkt in Sachsen nicht nur im Bereich des Leistungssports seit Jahrzehnten eine hervorragende Nachwuchsarbeit, sondern engagiert sich auch stark im Breitensport, etwa durch die jährlichen Laufsportveranstaltungen.

Telefonberaterin am Kinder- und Jugendtelefon sowie Elterntelefon

Kerstin Baumbach ist seit 2018 ehrenamtlich im Kinderschutzbund Zwickau tätig und leistet seit 2020 telefonischen Beratungsdienst für Kinder, Jugendliche und Eltern. Sie ist damit eine Anlaufstelle, die Beratung und Entlastung in schwierigen Situationen bietet. Gemeinsam mit den Anrufenden sucht Frau Baumbach nach Lösungswegen und vermittelt Hilfsangebote für viefältige Probleme, bei denen das kostenlose und anonyme Beratungstelefon oft die erste Anlaufstelle ist.

Das Mehrgenerationenhaus bietet einen Begegnungsort in der Stadt, wo sich Menschen jeden Alters, aus unterschiedlichen Lebenssituationen,  sozialen und kulturellen Hintergründen angenommen fühlen können. Das Programm des Hauses orientiert sich an den Bedürfnissen der Besucher. Gemeinsam werden Projekte entwickelt, die in die Stadtgesellschaft hineinwirken.

Daraus wächst lebendige Nachbarschaft und Menschen werden in soziale Netze eingebunden. Aktuelle Projekte sind eine Sommerschule für ukrainische Kinder, Vorlesepatinnen für Kindergärten, ein Gewaltschutzprojekt für Frauen und Kinder, Hausaufgabenhilfe für Kinder mit Migrationshintergrund, Deutschkurse und Alltagsbegleitung für Geflüchtete sowie ein Wanderprojekt für Senioren, das digitale Bildung unterstützt. Rund um das Mehrgenerationenhaus engagieren sich mehr als 70 Freiwillige.

Begegnungszentrum für Flüchtlinge

Der Verein betreibt seit 2016 am Rande der Chemnitzer Innenstadt ein Begegnungszentrum mit angeschlossener Kleiderkammer. Der Verein richtet Veranstaltungen aus, wo Flüchtlinge die Möglichkeit der Begegnung mit der Aufnahmegesellschaft haben. Spenden und konkrete Hilfe für Flüchtlinge werden organisiert. Dazu gehört die Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen, Orientierung bei Ämtern und Behörden oder die Einrichtung von Wohnungen mit gespendeten Möbeln. Mit dem Projekt »Neue Heimat« sollen insbesondere weiblichen Geflüchteten Chancen in den Bereichen Bildung, Beruf und ehrenamtlichen Engagement aufgezeigt werden.

Unterstützung ukrainischer Flüchtlinge

Der Verein gründete sich im März, um die ankommenden Flüchtlinge zu unterstützen. Er ruft zu Spenden auf, organisierte ein Benefizkonzert und hat eine Essensausgabe eingerichtet. Die Flüchtlinge werden unterstützt bei Behördengängen, der Wohnungssuche und -einrichtung, Arztbesuchen und der Versorgung mit alltäglichen Dingen.

Aufbau eines Hilfsnetzwerks für ukrainische Flüchtlinge in Pirna

Sandra Hübener organisiert seit März 2022 Hilfstransporte in die ukrainischen Grenzregionen in Polen, der Slowakei und Rumänien. Spenden werden gesammelt, sortiert und verpackt. In Pirna und Umgebung sucht Frau Hübener nach Unterkünften für ukrainische Flüchtlinge. Sie organisierte ein Hilfsnetzwerk, um die Hilfe zu koordinieren und unterstützt geflüchtete Familien persönlich. Sie gestaltet die montäglichen Friedenskundgebungen auf dem Pirnaer Marktplatz mit. Ihr ehrenamtlicher Einsatz erfolgt zusätzlich zu ihrer Berufstätigkeit und der Verantwortung als junge Mutter.

Unterstützung ukrainischer Flüchtlinge

Der Verein besteht seit mehreren Jahren und hilft Ukrainern in Chemnitz als auch der Ukraine selbst. Schwerpunkt der Arbeit war bislang die Vermittlung zwischen den Kulturen der Herkunfts- und Aufnahmegesellschaft. Mit dem Krieg in der Ukraine haben sich die Aufgaben geändert und vermehrt. Der Verein organisiert Spendenaufrufe und Konzerte, verteilt Sachspenden an Bedürftige in Chemnitz, bringt aber auch Spenden wie Medikamente und medizinisches Gerät in die Ukraine. Den Flüchtlingen wird helfend zur Seite gestanden, von der Registrierung bis zum Arztbesuch, von der Anmeldung für den Kindergarten bis zur Anerkennung von Berufsabschlüssen.

Projekt  »Bücherzelle«

Simone Haufe initiiert und organisiert im Dresdner Stadtteil Weixdorf seit Jahren vielfältige Inititiativen und Projekte. Ein Schwerpunkt war lange Zeit die Tätigkeit als Elternvertreterin. Seit 2016 betreut sie die »Bücherzelle«. In einer alten Telefonzelle werden Bücher präsentiert, die zum Lesen einladen sollen. Ziel ist es vor allem, Kinder, die heute vorwiegend mit elektronischen Geräten beschäftigt sind, wieder zum Lesen zu bringen. Es entstehen soziale Kontakte; auf der Bank an der Telefonzelle lesen oft Mütter den Kindern vor.

Chancen für die Chancenlosen

Das Projekt soll Chancen für die Teilhabe von Menschen in schwierigen Lebenslagen schaffen. Angesprochen werden Menschen, die durch das sonstige soziale Hilfsnetz nicht erreicht werden. Durch eine freiwillige und ehrenamtliche Tätigkeit werden Schritte in Richtung eines strukturierten Tagesablaufs und der Eigeninitiative gegangen. Die Teilnehmer pflegen Straßen- und Grünanlagenabschnitte und leisten damit einen Beitrag zur Verbesserung von Ordnung und Sauberkeit in der Landeshauptstadt. Im Rahmen des Projektes stehen ihnen ein Ansprechpartner und ein »sicherer Hafen« zur Verfügung.

Interkulturelle Bildung und Begegnung – Projekt Friedenstaube

Das Kinder- und Elternzentrum Kolibri ist 2009 von russisch-ukrainischsprachigen Zuwanderern gegründet worden und engagiert sich vor allem in der musisch-künstlerischen Bildung von Kindern und Jugendlichen mit migrantischen Wurzeln. Das Zentrum entwickelte sich zu einem interkulturellen Verein mit 600 Kindern aus 30 Ländern. Mit Beginn des Krieges in der Ukraine hat der Verein das Projekt »Friedenstaube« ins Leben gerufen. Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine, die noch nicht in staatliche Schulen aufgenommen werden konnten, bekommen Unterricht durch ukrainische Lehrkräfte und zwei Mahlzeiten täglich angeboten. Bislang konnte 450 Kindern und ihren Familien Hilfe und Zuwendung gegeben werden

Sport für Frauen

Laubegast ist bunt ist ein Netzwerk, das sich in dem Dresdner Stadtteil seit 2010 für Demokratie und Weltoffenheit einsetzt. Wurden zunächst Informationsveranstaltungen und Wählerforen organisiert, kam ab 2014 die Hilfe und Unterstützung für geflüchtete Menschen hinzu. Das Projekt »Sport für Frauen« richtet sich an zugewanderte Frauen, die aus kulturellen Gründen nicht in der Öffentlichkeit Sport treiben können. Die genutzte Sporthalle kann von außen nicht eingesehen und von Männern in dieser Zeit nicht betreten werden, so dass die Frauen in Sportbekleidung und ohne Kopftuch teilnehmen können.

Vorsitzender Förderkreis SRH Hospiz in Werdau

Volker Hoff ist seit 2018 Vorsitzender des Förderkreises. Der Verein fördert den Hospizgedanken, trägt zur Verbesserung der Betreuung Schwerkranker und Sterbender bei und unterstützt das SRH-Hospiz in Werdau materiell und ideell. Herr Hoff ist Mitinitiator und -organisator des Werdauer Hospizlaufes. Er engagiert sich außerdem für die Freiwillige Feuerwehr und in der Hilfe für die Ukraine.

Wahlfach Feuerwehr an der Oberschule Dohna

Die Marie-Curie-Oberschule bietet als einzige Oberschule in Sachsen das Pilotprojekt Wahlfach »Feuerwehr« an. Zudem haben sämtliche Schüler eines Jahrgangs 2020 zu Beginn des Schuljahres an einem Erste-Hilfe-Lehrgang teilgenommen und konnten zu Ersthelfern ausgebildet werden. Marius Scholz hat die Truppmann-I-Ausbildung der 10. Klasse betreut und durchgeführt. Mit dieser Ausbildung können die Schüler in jeder Feuerwehr Dienst tun.

Hilfe hat keine Grenzen

Engagierte sich Zusammenleben e.V. bei seiner Gründung zunächst für Spätaussiedler, so folgten 2015 auch Angebote für Flüchtlinge aus dem arabischen Raum. Nun richten sich die Infoveranstaltungen (Info-Cafe) sowie die Kultur- und Sportangebote vor allem an die Flüchtlinge aus der Ukraine. Geld- und Sachspenden werden angenommen und verteilt; Sprach- und Orientierungskurse gegeben. Die Aktivitäten sollen ein Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander und einer lebendigen Demokratie in Freital sein.

Wahlfach Feuerwehr an der Oberschule Dohna

Karsten Hose ist Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr in Borthen-Röhrsdorf und trug den Vorschlag für einen Feuerwehrunterricht an den Bürgermeister heran. Die Schüler können sich in dem Wahlfach während der 10. Klasse zum Truppmann/Truppfrau ausbilden lassen. Außerdem erhalten sie eine Ausbildung in Erster Hilfe. Mit dieser Ausbildung können die Schüler in jeder Feuerwehr Dienst tun. Die ersten Absolventen sind inzwischen den örtlichen Wehren beigetreten.

Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine in Ostritz

Das offene Gemeindehaus der katholischen Gemeinde in Ostritz war bereits 2015 eine Anlauf- und Koordinationsstelle für Helfer und Flüchtlinge. Damals wie heute konnten Paten für Geflüchtete vermittelt, Unterkünfte ausgestattet, Lebensmittel beschafft, Übersetzungen und Sprachkurse angeboten sowie eine Kleiderbörse eingerichtet werden. Es bildete sich ein Netzwerk zwischen ehrenamtlichen Akteuren, städtischer Verwaltung, Kirchgemeinden und Vereinen. Die ukrainischen Gäste werden in die Aktivitäten in der Stadt eingebunden.

Gabriele Prisille trat mit 18 Jahren dem DRK bei und half bereits in ihrer Lehrzeit, einen Sanitätszug aufzubauen. Der heutige Einsatzzug ist für die sanitätsdienstliche und versorgungstechnische Betreuung der Bevölkerung und Einsatzkräfte bei Katastrophen oder Großschadensereignissen zuständig.

Ab 1975 arbeitete sie beim Rat des Kreises im Bereich Zivilverteidigung bzw. danach im Landratsamt Sachgebiet Brand- und Katastrophenschutz und war ehrenamtlich immer beim DRK tätig. Auch heute im Ruhestand ist sie einmal pro Woche in der DRK Geschäftsstelle und kümmert sich um die Finanzen des Einsatzzuges. Inzwischen ist sie Dienstälteste beim DRK-Kreisverband.

Wir machen Arzberg mobil!

Seit 2017 betreibt die Gemeinde Arzberg mit Partnern ein mobiles Alternativangebot, um Defiziten in der Mobilität in dieser Region entgegenzuwirken. Eine Bürgerbus-Beauftragte leitet das Projekt im Ehrenamt; auch die 15 Fahrer arbeiten ehrenamtlich. Bürger fahren für Bürger. Der Bürgerbus erfreut sich in der Gemeinde großer Beliebtheit und trägt zum solidarischen Miteinander der Generationen bei. Der Bürgerbus verbessert die gesellschaftliche Teilhabe und ist ein Ort der Kommunikation.

Beratungs- und Hilfsangebote für Menschen in schwierigen Lebenslagen

Die Kirchliche Erwerbsloseninitiative Zschopau ist Ansprechpartner für Menschen in schwierigen Lebenslagen und Notsituationen. Sie unterhält eine Tafel, einen sozialen Möbeldienst und eine Kleiderkammer für Menschen mit kleinen Einkommen. Außerdem werden Jugendliche im Rahmen der Jugendberufshilfe sowie Flüchtlinge betreut. Die Initiative leistet einen wichtigen Beitrag für den sozialen Frieden in Zschopau und Umgebung.

Sach-Spendenlager für ukrainische Flüchtlinge

Christian Hesse richtete am 5. März 2022 spontan ein Sachspendenlager in einem Treppenhaus ein. Am selben Tag fand auch die erste Fahrt an die ukrainische Grenze statt, um die Hilfsgüter den Menschen im Grenzgebiet zu bringen. Seit dem 7. März wurde das Spendenlager dann offiziell durch den CSD Pirna e.V. betrieben, dessen Vorsitzender Herr Hesse ist. Die Sachspenden werden gesichtet, geordnet und verpackt und entschieden, ob sie an Hilfsbedürftige in der Ukraine oder in Pirna ausgegeben werden. Von den Geldspenden werden vor allem Hygieneartikel und Lebensmittel eingekauft. Die ehrenamtlichen Helfer leisten zudem Unterstützung bei Behördengängen, der Wohnungssuche und dem Vermitteln von Deutschkursen.

Kategorie »Traditionen pflegen – Geschichte verstehen« (Heimat)

»Pure Leidenschaft« - 175 Jahre Sport in Limbach-Oberfrohna

Heinz Hammer hat in einem Buch die Sportgeschichte von Limbach-Oberfrohna seit der Gründung des ersten Turnvereins 1845 in Limbach bis heute beschrieben. Sportler, Verantwortungsträger und die Vereine werden porträtiert. Seit dem Erscheinen im Herbst 2021 wurden bereits 800 Exemplare verkauft.

Kultur und Kunst im Park

Die Hermsdorfer Schlossparkgesellschaft setzt sich für die Erhaltung des Schlosses und des Schlossparkes ein. Eine wöchentliche Begegnungsmöglichkeit im Park für die Einwohner wurde geschaffen, regelmäßige kulturelle Veranstaltungen werden organisiert. Außerdem gibt der Verein Publikationen zur Heimatgeschichte, insbesondere zum Schloss heraus.

Engagaement im Heimatklub Lauta Dorf e.V.

Annegret Feller war wesentlich an der Gründung des Heimatklubs im Jahr 1993 beteiligt. Dieser entwickelte sich in Lauta zu einer festen Größe, organisierte Dorffeste, Weihnachtsfeiern und die 625-Jahr-Feier der Stadt Lauta. Frau Feller führte eine Weiberfastnacht im Dorf ein und gründete 2006 die Frauengruppe »Lustige Weiber«. 30 Jahre hat sie sich für das dörfliche Brauchtum und den gesellschaftlichen Zusammenhalt engagiert.

Geschichte der Stadt Augustusburg - Häuserchronik

Dr. Rüdiger Wirth leitet seit 2007 die ehrenamtlich arbeitende Chronikgruppe in Augustusburg. Die sieben Mitglieder der Arbeitsgruppe haben 15 Jahre lang Daten zu 365 Häusern in Augustusburg zusammengetragen. Daraus ist ein 800seitiges Druckwerk entstanden, das von Dr. Wirth erstellt wurde. Das Material wurde außerdem digital aufbereitet und zur Verfügung gestellt. Neben den Angaben zu den einzelnen Häusern gibt es auch drei Kapitel zur Geschichte der Stadt. Erstmalig wurde dabei die Zeit des Nationalsozialismus aufgearbeitet. Für das Werk recherchierte die Chronikgruppe in zahlreichen regionalen und überregionalen Archiven.

Eine Pyramide für Oederan

Der Kultur- und Kunstverein wurde 1990 mit dem Ziel gegründet, Kunst und Kultur in Oederan zu fördern. 2018 beschloss der Verein in Zusammenarbeit mit der Volkskunstschule sowie Künstlern und Bürgern der Stadt, eine Pyramide für die Advents- und Weihnachtszeit zu schaffen. Der Verein war zuständig für die Ideensammlung, die Entwürfe für die Figuren, die Planung der Arbeitsleistungen, das Spendensammeln und die Beantragung von Fördergeldern. Die 21 Figuren wurden und werden von 21 Schnitzern in der Volkskunstschule unter fachkundiger Anleitung geschnitzt. Im Advent 2021 wurde die Pyramide das erste Mal aufgebaut. Die Pyramide ist ein verbindendes Projekt der Bürgerschaft Oederans.

Landfrauen Oederan/Börnichen

Raina Mratzek setzt sich seit 1974 für die Erhaltung des Brauchtums rund um die Gestaltung erzgebirgischer Volkskunst aus Textilmaterialien ein. 1992 kam sie über den Bauernverband zu den Landfrauen und gründete 1994 in Börnichen einen Ortsverein. Im Sächsischen Landfrauenverband war sie viele Jahre lang im Vorstand tätig. Ziel des Verbandes ist es, Frauen in ländlichen Regionen zusammenzubringen, Mut und Selbstwertgefühl zu stärken und damit das ländliche Leben und Miteinander zu stärken. Die erzgebirgischen Bräuche und Traditionen sollen an nachfiolgende Generationen weitergegeben werden.

Stadtgeschichte Dresden

Dr. Michael Böttger ist Vorstandsmitglied bei Igeltour Dresden, wo er mehrere Thementouren entwickelte. Er ist außerdem Gründungs- und Vorstandsmitglied beim Verschönerungsverein Weißer Hirsch/Oberloschwitz, wo er sich für die Entwicklung des Stadtteils einsetzt. Seit über 20 Jahren ist er Redaktionsmitglied beim Elbhangkurier, wo er zu zahlreichen heimatgeschichtlichen Themen und Personen publiziert hat.

Museumsdokumentation im Grassi-Museum

Albrecht Buhl sichtet seit 2011 dokumentationsrelevante Materialien, bereitet sie auf und ordnet sie sachlich zu. Dabei geht es um Artikel aus Zeitungen und Magazinen, Veranstaltungseinladungen, Fotografien und kulturbezogene Informationen. Außerdem dokumentiert er Unterlagen und Materialien des Freundeskreises des Grassi-Museums. Diese ehrenamtliche Tätigkeit bedeutet eine große Unterstützung der Museumsarbeit.

Nach der Rückübertragung des Schlosses an die Stadt Liebstadt erwarben Susanne und Jens Höhnel das Gebäude 2018 und begannen mit der Sanierung. Zur Rettung des Schlosses gründeten sie einen Verein, der sich der Pflege, Erhaltung und Fortführung des kulturellen Erbes verpflichtete.

Sie entwickelten eine Museums- und Öffentlichkeitsarbeit und begannen, Veranstaltungen anzubieten. Sie mühen sich um den Erhalt der Carlowitz-Bibliothek, fördern alte Handwerkskunst und pflegen ein Netzwerk mit Institutionen, Vereinen und Förderern mit ähnlichen Zielsetzungen.

Der Heimatverein engagiert sich in der Pflege des denkmalgeschützten Ortskerns.

Er nimmt sich u.a. der Werterhaltung des historisch, ca. 300 Jahre alten Getreidemahlwerkes in einem ebenso denkmalgeschützten 2-Seiten Bauernhof an.

Die jährlich stattfindenden Brauchtumsfeste, wie das Kinder-und Erntedankfest, sowie das traditionelle Binden der Ernte-und Osterkrone stärken den Gemeinschaftssinn. Gleichzeitig werden dadurch ländliche Traditionen und Bräuche bewahrt und das Miteinander von Alt und Jung für ein attraktives Leben im Dorf gestärkt.

Akteursrunde Windburgker im Freitaler Stadtteil Burgk

Die Windburgker sind eine Runde aufgeschlossener Nachbarn, die sich zum Ziel gesetzt haben, Veranstaltungen im Stadtteil Burgk zu organisieren, den Zusammenhalt der Bürger im Stadtteil zu fördern und Burgk als liebenswerten Stadtteil bekannt zu machen. Sie ging hervor aus einem Aufruf der Stadt Freital zum 100jährigen Stadtjubiläum. Inzwischen hat der Kreis unter der Leitung von Daniel Gliemann zahlreiche Aktivitäten entwickelt, wozu auch die Erinnerung an die Bergbautradition in Burgk gehört.

Schildbürger- und Gneisenaumuseum

Der Geschichtsverein Schildau betreut im Museumshaus zwei Museen - das Schildbürgermuseum und ein Museum über den Militärreformer Generalfeldmarschall Neidhardt von Gneisenau. Thomas Heller ist langjähriges Vereinsmitglied und seit 2015 Vorsitzender. Der Verein engagiert sich für die konzeptionelle Fortentwicklung der Museen, die Beantragung von Fördermitteln und stellt ehrenamtliches Personal für die Öffnungszeiten. Thomas Heller ist selbst häufig im Museum und bietet Führungen an.

Rettung der Rittergutskirche Kleinliebenau, Neubau Pilgerherberge und Kulturzentrum

Henrik Mroska erwarb im Jahr 2005 die Rittergutskirche von Kleinliebenau für einen Euro von der Stadt Schkeuditz und begann, die Kirche zu sanieren. Im Laufe der Zeit rückte immer mehr die Nutzung der Kirche für die Allgemeinheit in den Vordergrund. In der Kirche werden auch wieder Gottesdienste gefeiert. Die Rittergutskirche trägt zur Belebung des Ortes bei und ist zu einem geistlich-kulturellen Zentrum geworden. Inzwischen hat der Verein in Zusammenarbeit mit der Landesdirektion Sachsen eine Stiftung gegründet, in die Herr Mroska die Kirche und das Grundstück als Grundkapital eingebracht hat. Im Oktober 2015 gründete er mit Mitstreitern den Kultur- und Pilgerverein Kleinliebenau e.V. Ein Pilgerquartier mit 280 Übernachtungsplätzen wurde errichtet, so dass Pilger auf dem ökumenischen Pilgerweg in Kleinliebenau übernachten können.

Gemeinsam für Tier-, Natur- und Heimatverbundenheit

Der Verein besteht seit 1899 und unterstützt die Rassegeflügelzucht, unter anderem mit Ausstellungen und Lehrfahrten. 2003 erfolgte eine Umbenennung und Erweiterung des Vereinszweckes, um auch der Brauchtumspflege und Belebung der Heimat dienen zu können. Jährlich wird ein dreitägiges Dorffest organisiert, außerdem ein Weihnachtsmarkt. Der Verein ist präsent beim Auer Stadtfest und dem Lößnitzer Salzmarkt. Neben der Tierzucht sowie dem Tier- und Naturschutz kümmert sich der Verein um die Erforschung der Heimatgeschichte und die Vermittlung von Wissen nach außen. Auf einer rekultivierten Abraumhalde wurde eine Sitzgelegenheit errichtet, die vom Verein betreut wird. Ein Lehrpfad um den Ort ist in Planung.

Belebung des gesellschaftlichen Miteinanders

Der Heimatverein organisiert jährlich mehrere Feste und Veranstaltungen wie das Pyramideanschieben. Die gemeinsamen Aktivitäten fördern den Zusammenhalt und schaffen eine Atmosphäre der Kreativität. Das jüngste Projekt ist der Wildbacher Kunst- und Sagenwald. Auf einem ehemaligen Grundstück der Wismut mit Wiesen und Mischwald kann man kreativ werden und eigene Kunstwerke schaffen. Jeden 3. Sonntag gibt es ein Mitmachpicknick. Auf einem Rundwanderweg werden Wildbacher Sagen zu Gehör gebracht.

Restaurierung der Grabplatten in der Denkmalhalle Döhlen

Bei den Grabplatten handelt es sich um die ältesten Denkmäler der heutigen Stadt Freital. Anlässlich des 100. Geburtstags der Stadt erfolgte auf Initiative Eberhard Kammers die Sanierung der Platten. Das Ehepaar warb dafür Spenden ein. Herr Kammer bietet als ehrenamtlicher Denkmalpfleger auch Führungen zu den Grabplatten und damit zur Heimatgeschichte an.

Kategorie »Schöpfung bewahren – Natur schützen« (Umwelt)

Karel Friedrich betreibt als Jäger Aufklärung über den Naturschutz; insbesondere geht es ihm um Vermittlung und Ausgleich zwischen den Interessen der Jagd, dem Naturschutz und der Landwirtschaft. Er setzt sich für die Anlage oder den Erhalt von Gehölzstreifen, Streuobstwiesen und Ausgleichspflanzungen ein und bindet bei diesen Aktivitäten Kinder ein. Gemeinsam mit den örtlichen Landwirtschaftsbetrieben müht er sich um die Rettung von Jungtieren bei der Wiesenmahd.

Artenschutz und Artenkenntnis im Amerika-Tierpark und Stadtpark

Der Tierparkförderverein setzt sich ein für die Tier- und Heimatpflege sowie die artgerechte Haltung von Zoo- und Heimattieren im Tier- und Stadtpark von Limbach-Oberfrohna. Er setzt sich ein für die Tierparkschule und bildet Zoolotsen aus. Zahlreiche Veranstaltungen und Projekte werden organisiert. Die Zahl der Mitglieder aber auch der Besucher des Tierparks hat sich in den letzten Jahren stetig erhöht.

Nachhaltigkeit im Sportverein

Martin Arzt setzt sich für mehr Nachhaltigkeit im Stadtsportbund Chemnitz ein. Dafür wurden verschiedene Maßnahmen angeschoben. Eine davon ist, dass den Chemnitzer Sportvereinen bei Veranstaltungen Mehrwegbecher kostenneutral verliehen werden, um die Flut von Einwegbechern zu vermeiden. Dadurch soll eine Vorbildwirkung für die Mitgliedsvereine entstehen. Herr Arzt ist ein Ideengeber und für die Koordination und Durchführung zuständig.

Bio-Regio-Modellregion Leipzig-Westsachsen

Der Ernährungsrat Leipzig besteht seit 2019 und möchte ein nachhaltiges Ernährungssystem in der Region Leipzig befördern. Er verfügt über acht thematisch arbeitende Arbeitsgemeinschaften und sieht sich als Vernetzungsplattform der Akteure und Wissensvermittler für die Bürger in Leipzig und Westsachsen. Der Verein organisiert Veranstaltungen zu Ernährungsthemen und fördert regionale Wertschöpfungsketten, etwa mit dem Projekt einer Bio-Regio-Modellregion.

100 Bäume für eine Hundertjährige

Im ehrenamtlich arbeitenden Arbeitskreis Naturbewahrung entstand die Idee, der Stadt Freital zum Stadtjubiläum 100 Bäume zu schenken. Es mussten Spender und Paten und geeignete Standorte gefunden werden. Kinder, Jugendliche und Erwachsene gestalteten Baumpfähle, damit die Bäume gut erkennbar sind. Der 100. Baum wurde am Stadtgeburtstag im Herbst 2021 gepflanzt. Das Projekt lief bis 2022 weiter, so dass insgesamt 148 neue Bäume gepflanzt werden konnten. Sie tragen Schilder mit ihrem Namen und dem der Spender. Mit der Aktion wurde ehrenamtliches bürgerschaftliches Engagement generationenübergreifend gefördert, die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt gestärkt sowie ein Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas und der biologischen Vielfalt geleistet.

Zum 100. Geburtstag Freitals wurden Pflanzpaten für 100 Blumenkübel gesucht und gefunden, die an Stellen in der Stadt aufgestellt wurden, an denen eine Begrünung nicht möglich ist. Ziel war es, Freital grüner zu machen und triste Plätze in bunte Oasen zu verwandeln.

Die Patenschaft dient dem Bepflanzen und Dekorieren, dem Gießen und Pflegen und besteht somit über das Jubiläumsjahr hinaus. Ricarda Liebsch hat in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung für das Projekt geworben und Pflanzpaten gesucht. Sie verteidigte das Projekt gegen Kritiker, dokumentierte den Projektfortschritt und stellt einige Pflanzpaten im Amtsblatt vor.

Kategorie »Global denken – lokal handeln« (Welt)

Partnerschaft mit Kirchgemeinden in Tansania und Hannover

Das Partnerschaftskomitee pflegt seit über 30 Jahren eine Dreieckspartnerschaft mit den Kirchgemeinden in Arushachini und Chemchem in Tansania und Hannover-Marienwerder. Gegenseitige Besuche, gemeinsame Gebete und Unterstützung bei der Bildungsarbeit halten die Partnerschaft lebendig. Dabei entstehen Ideen für eine nachhaltigere und gerechtere Welt. Für das Partnerschaftsgebiet wurde ein Stipendienfonds gegründet, der benachteiligten Jugendlichen eine Ausbildung ermöglicht.

Flüchtlingshilfe Ukraine

Olga Hermsdorf begann mit dem Beginn des Krieges in der Ukraine Unterstützung zu organisieren und Spenden zu sammeln. Bis zur Nominierung hat sie bereits 120 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine gebracht, überwiegend für Kinderheime, Krankenhäuser und Flüchtlingsunterkünfte. Flüchtlinge werden auch in Chemnitz unterstützt – Dokumente übersetzt und Begleitung bei Behördengängen angeboten.

Hilfsprojekte für die Ukraine seit über 30 Jahren

Helge Fritsche unterstützt seit 1991 vorrangig Kinder in der Ukraine. 2007 gründete er dafür den Verein Lebenshilfe Markranstädt. Ein Schwerpunkt war die Sanierung einer Schule in einem Dorf bei Lemberg. Auch einzelnen Menschen konnte bei Operationen oder Studiengebühren geholfen werden. 2011 organisierte er einen Schüleraustausch. Seit Ausbruch des Krieges hat sich die Spenden- und Hilfsbereitschaft noch einmal erhöht. Die Geld- und Sachspenden werden direkt in die Ukraine gebracht.

Hilfe für die Ukraine

Annett Seifert koordiniert seit 2018 das Sammeln, Sortieren, Einpacken und Verladen von Hilfsgütern für Osteuropa. Auch in Brasilien hat sie Hilfe geleistet. Seit dem Kriegsbeginn in der Ukraine organisiert sie Hilfstransporte in die Ukraine und unterstützt Flüchtlinge in ihrer Region. Beispielsweise kümmert sie sich um die Grundreinigung und das Herrichten der Wohnungen für die Flüchtlinge. Auch in der erzgebirgischen Traditionspflege ist sie sehr aktiv

Hilfe für Kriegsflüchtlinge in der Ukraine, Griechenland und dem Jemen

Der Verein ist seit vielen Jahren in der Flüchtlingshilfe aktiv. Schwerpunkt der Arbeit ist derzeit die Ukraine. In Zusammenarbeit mit anderen Nichtregierungsorganisationen werden Hilfsgüter vor Ort für Bedürftige bereitgestellt. Dies geschieht auch in Griechenland für Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak und im Jemen, wo Patenschaften für Kinder übernommen werden und in einem Flüchtlingslager die Wasserversorgung finanziert wird.

Palm Tree Place - Schulspeisung in Old Yundum/Gambia

Der Verein leistet seit fast zehn Jahren Entwicklungshilfe für Westafrika. Unterstützt werden vor allem Krankenhäuser und -stationen sowie Schulen. Die Hilfe soll vor allem der Selbsthilfe dienen. Mindestens einmal im Jahr fliegen Vereinsmitglieder nach Gambia, um vor Ort zu helfen, aber auch, um mit neuen Ideen zurückzukehren. Bei dem hier im Mittelpunkt stehenden Projekt ließ der Verein von örtlichen Handwerkern ein Gebäude errichten, das in eine Küche und ein Geschäft aufgeteilt ist. Auf dem Grundstück befindet sich auch ein Gemüsegarten. Schüler erhalten dort eine warme Mahlzeit. Mittelfristig soll sich das Projekt durch Einnahmen aus dem Geschäft und dem Gemüseanbau selbst finanzieren.

CAMPFIRE Schneeberg ist ein christlicher Verein, der vorrangig in der Verkündigung aktiv ist. Da es bereits vor Kriegsausbruch Kontakte und Beziehungen in die Ukraine gab, begann der Verein kurzfristig mit zahlreichen Helfern, Hilfseinsätze an die polnisch-ukrainische Grenze zu organisieren.

Neben Hilfstransporten engagierten sich die Helfer für die Flüchtlinge an den Grenzübergangsstellen, besuchten Kinderheime und Krankenhäuser und konnten 55 Frauen und Kinder in organisierte Wohnungen im Raum Erzgebirge bringen. Für die Hilfe konnte der Verein kurzfristig ein internationales Netzwerk von Menschen unterschiedlichen Alters und Herkunft aufbauen und nutzen.

Der Verein leistet seit 30 Jahren Hilfe für verschiedene Einrichtungen in Rumänien und der Ukraine. Dabei steht die Hilfe für sozial benachteiligte Kinder und Familien im Vordergrund. Mit dem Beginn des Krieges in der Ukraine begann der Verein zu Spenden aufzurufen. In den ersten beiden Monaten konnten bereits 100.000 € gesammelt werden.

Alle vier Wochen gehen Hilfstransporte in das schon zuvor unterstützte Kinderheim in Krakovez, wo derzeit auch Flüchtlinge eine Unterkunft gefunden haben; weiterhin erfolgt eine regelmäßige finanzielle Unterstützung der Stiftung »Neue Familie« in Czernowitz, die ihrerseits Menschen aus den Kriegsgebieten mit Lebensmitteln, Medikamenten u.a. unterstützt.

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