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Wappen, Flaggen, Markenhandbuch

Das Sächsische Staatswappen

Wappen des Landtages, des Freistaates und das Signet

Wappen des Landtages, des Freistaates und das sächsische Signet
(© Sächsische Staatskanzlei)

Der Schild des Sächsischen Wappens wird neun Mal von Schwarz und Gold geteilt. Ein aus Sicht des Betrachters von links oben nach rechts unten verlaufender grüner Rautenkranz teilt den Schild.

Die Rauten im Sachsenwappen beziehen sich sehr wahrscheinlich darauf, dass die Herzöge von Sachsen-Wittenberg um 1200 auf die Stammlande ihres Fürstengeschlechtes in Niedersachsen-Lauenburg verzichteten. In ihrer Formgebung entsprechen die Rauten Schmuckformen der Gotik.

Historisch

Das Sachsenwappen geht auf das unterelbisch-niedersächsische Herzogsgeschlecht der Askanier zurück, die im 11. Jahrhundert zwischen Harzvorland und Fläming lebten.

Als die Askanier 1422 ausstarben, verlieh der deutsche Kaiser Sigismund das Herzogtum und die Kur Sachsen an den Markgrafen Friedrich den Streitbaren von Meißen. Die Verleihung der Kur Sachsen gab ihm das Recht, als einer von sieben Fürsten den deutschen König zu wählen. Mit der Kur Sachsen ging auch das Wappen auf die Wettiner über und wanderte elbaufwärts, ebenso wie der Name »Sachsen« selbst.

Der 1918 gegründete Freistaat knüpfte direkt an das überlieferte sächsische Wappen mit schwarz-goldenem Balkenschild und Rautenband an. Im Jahr 1990 stellte sich auch das neu gegründete Bundesland Sachsen in diese heraldische Tradition.

Während die Verwaltung des Freistaates das Wappen in seiner schlichten, geraden Form nutzt, markiert der Landtag seine sächsische Herkunft mit einer barocken Version des Zeichens. Das Wappen kann auch mittig in die Sachsenfahne eingefügt werden.

Das Sächsische Landessignet

Das sächsische Staatswappen ist ein Hoheitszeichen. Es darf ausschließlich von ausgewählten Personen und Institutionen verwendet werden. Dazu zählen die Sächsische Staatsregierung, der Ministerpräsident, der Präsident und die Mitglieder des Sächsischen Landtages sowie Behörden, Gerichte und Notare des Freistaates Sachsen. Genaue Bestimmungen finden sich in der Verordnung der Sächsischen Staatsregierung über die Verwendung des Staatswappens.

Damit auch Verbände, Firmen, Vereine und andere private Institutionen ihre Zugehörigkeit zum Freistaat kennzeichnen können, hat die Sächsische Staatsregierung 1993 ein Landessignet herausgegeben. Dieses ist sowohl in Farbe als auch in schwarz/weiß verfügbar. Es darf von jedermann frei verwendet werden.

Manchen Nutzern war das Landessignet zu modern und schlicht. Die Sächsische Staatsregierung hat daher zum 1. Januar 2005 die Einführung eines weiteren Landessignets beschlossen. Das neue Signet hat einen stärkeren Bezug zum Sächsischen Staatswappen und steht nun neben dem bisherigen Landessignet zur freien Verfügung. Es kann ebenfalls in schwarz/weiß und in Farbe benutzt werden.

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Leitmarke »Freistaat Sachsen«

Leitmarke »Freistaat Sachsen«

Bisher bestand die Leitmarke aus dem sächsischen Staatswappen und verschiedenen Schriftzügen »Freistaat Sachsen«. Bei der neuen Leitmarke handelt es sich um ein feststehendes Bild, dessen Gestaltung und Proportionen genau definiert sind.

© Sächsische Staatskanzlei